Nach der Flutwelle in der Höllentalklamm an der Zugspitze ist am Dienstagmorgen eine tote Frau aus dem Wasser geborgen worden. Das teilte ein Polizeisprecher in Rosenheim mit. Es sei nicht sicher, ob es sich dabei um eine der beiden noch vermissten Personen handele. Die Annahme liege aber nahe.
Acht Menschen waren am Montag weitgehend unverletzt aus der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkrichen gerettet worden. Die beiden zuletzt noch Vermissten hatten laut Polizei auf einer Holzbrücke über dem Hammersbach in der Klamm gestanden - die Beamten bezogen sich auf Augenzeugen. Die Brücke wurde demnach von der Flutwelle weggerissen.
Auf dem Fluss Hammersbach in der Höllentalklamm rauschte am Montag plötzlich eine Flutwelle durch die Klamm.
Auf dem Fluss Hammersbach in der Höllentalklamm rauschte am Montag plötzlich eine Flutwelle durch die Klamm.
© Foto: Peter Kneffel/DPA

Nach Flutwelle in der Höllentalklamm – Tote Frau geborgen

Die Frau war gegen 8.30 Uhr leblos im Wasser gesichtet worden. Einsatzkräfte der Canyoning-Gruppe von Bergwacht und Polizei bereiteten daraufhin ihren Einsatz vor und bargen den Körper aus dem Wasser.
Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Die weiteren Untersuchungen zur Identität und zu den Todesumständen übernehmen Beamte der Kriminalpolizei.

Suche nach Vermissten eingestellt – Sperrung der Höllentalklamm bleibt bestehen

Anschließend wurde weiter nach mindestens einem Vermissten gesucht. Dutzende Helfer waren erneut im Einsatz. Auf Brücken unterhalb der Klamm wurde nach Hinweisen wie Kleidungsstücken Ausschau gehalten. Die Suche wurde am Dienstagnachmittag aber vorerst eingestellt.
Alle relevanten Bereiche seien mehrfach abgesucht worden, jedoch ohne Erfolg, sagte ein Polizeisprecher. Sollte sich die Person noch in der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen befinden, gebe es angesichts der seit dem Unglück verstrichenen Zeit und der großen Wassermassen wenig Hoffnung, sie lebend zu finden. Derweil wurden Fragen nach einer möglichen Verantwortung für das Unglück laut.
Die Klamm blieb vorerst gesperrt – sie führe immer noch viel Wasser.