Lima Höhlenforscher in Peru nach zwölf Tagen geborgen

AFP 02.10.2014

Ein spanischer Forscher ist nach zwölf Tagen aus 400 Metern Tiefe aus einer Höhle in den Anden gerettet worden. Der 40-jährige war in der Intimachay-Höhle in Peru gestürzt und hatte sich mehrfach am Rücken verletzt.

Für die Bergung hatte ein Team von 50 Experten mehr als zwei Kilometer hinabsteigen müssen. Die Helfer transportierten den Mann über Stunden hinweg auf einer Trage aus der Höhle.

Endlich wieder im Freien, wurde Cecilio López von jubelnden Rettungskräften empfangen, wie örtliche Medien gestern berichteten. Ein Hubschrauber brachte ihn zum nächstgelegenen Flughafen, von dem er in ein Krankenhaus in die Hauptstadt Lima geflogen wurde. Sein Zustand ist laut der Polizei stabil.

Der aus Madrid stammende Forscher ist auf präkolumbianische Kulturen spezialisiert und untersucht bereits seit Jahren Höhlen in Peru. Er gilt als erfahrener Forscher. Seine Rettung aus der Höhle war von heftigen Regenfällen, starkem Wind und Kälte behindert worden.

Im Juni hatte die beispiellose Bergungsaktion für den Höhlenforscher Johann Westhauser tagelang die Öffentlichkeit beschäftigt. Der 52-Jährige war in der Riesending-Schachthöhle in der Nähe von Berchtesgaden in Bayern bei einer Exkursion durch einen Steinschlag in rund 1000 Metern Tiefe am Kopf verletzt worden. Die spektakuläre Rettung unter Beteiligung von Höhlenrettern aus fünf Ländern dauerte elf Tage.