Köln / krib  Uhr
Ein rätselhafter Countdown und mehrere Andeutungen heizten die Spekulationen an, der Satiriker könnte etwas mit dem Strache-Video zu tun haben. Am Mittwochabend wurde das Geheimnis nun gelüftet.

Die Ibiza-Affäre um den österreichischen Vizekanzler und FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache stürzte Österreich in eine Regierungskrise. Bei der rechtskonservativen Koalition Österreichs kam es in der Folge der Affäre zum Bruch.

Bereits im April, bevor das Video, dass den Skandal auslöste, bekannt wurde, machte der deutsche Satiriker Jan Böhmermann Andeutungen, dass er das Video bereits gekannt haben muss.

Böhmermanns Countdown lief am Mittwochabend ab

Böhmermann und sein Neo Magazin Royal heizten die Spekulationen an, als sie am Montag einen Link zu einer Countdown-Seite („dotheyknowitseurope.eu“) veröffentlichten. Zudem kündigte der Satiriker auf seinem Twitter-Account ein „Special“ an. Vor allem in den Sozialen Netzwerken wurde daher darüber spekuliert, ob Böhermann womöglich an dem Video beteiligt war.

Das steckt hinter dem Countdown

Doch jeder, der auf eine Enthüllung zum Strache-Video wartete, wurde enttäuscht. Stattdessen verbarg sich hinter dem Countdown ein Musik-Video, in dem Böhmermann und Satiriker aus anderen Ländern ein - humoristisches - Loblied auf die EU und die europäische Einigkeit singen.

Youtube

In den einzelnen Strophen gehen die Vertreter dabei auf für ihre Heimat „typische“ Dinge ein: beispielsweise Helmut Kohl in Deutschland, Nokia für Finnland, oder Gulasch bei Ungarn. Nur Großbritannien und die Schweiz tanzen dabei aus der Reihe. Nach jeder Strophe heißt es „Alone we are alone“ (Allein sind wir allein).

Im Quellcode der Countdown-Seite: Das Wort „Ibiza“

Zuvor hatten mehrere Twitter-User herausgefunden, dass sich im Quellcode der Seite das Wort „Ibiza“ versteckt sowie ein Farbcode, der stark der Farbe im Logo der rechtspopulistischen Partei BZÖ (“Die Orangenen“) ähnelte. Es wurde daher vermutete, dass es ein weiterer Hinweis auf eine Verstrickung Böhmermanns in die Strache-Affäre sein könnte.

Im Quellcode der Countdown-Seite dotheyknowitseurope.eu steht das Wort „Ibiza“.
© Foto: swp

Die Strache-Affäre

In dem 2017 auf Ibiza aufgenommenen Video verspricht Strache einer vermeintlichen russischen Investorin großen Einfluss - sollte sie einen FPÖ-Wahlsieg unterstützen. Seither ist in diesem Zusammenhang von der „Ibiza-Affäre“ die Rede.

In einer Sondersendung des Fernsehsenders oe24.tv wurde über mögliche „Drahtzieher“ des Videos berichtet. Demnach sollen ein österreichischer Anwalt und ein Detektiv die Falle gestellt und das Video produziert haben.

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