Der Mann soll im Juli 2021 nachts in eine Wohnung in Neuried (Ortenaukreis) eingedrungen sein, in der er den Rivalen wähnte. Mit dem Gummihammer schlug er laut Staatsanwaltschaft mindestens zehn Mal auf den Schlafenden ein - bis er feststellte, dass er sich in der Wohnung vertan und einen unbeteiligten 65-Jährigen attackiert hatte.
Der Angeklagte hatte die Tat beim Prozessauftakt im Januar eingeräumt - aber beteuert, er habe den Nebenbuhler nicht töten sondern zur Rede stellen wollen. Das Opfer hat bis heute psychische Probleme.
Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben einer Gerichtssprecherin eine Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren gegen den Angeklagten beantragt. Sie wirft ihm versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und versuchter Freiheitsberaubung vor. Der Verteidiger des 63-Jährigen habe eine Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren gefordert. „Einen versuchten Mord sieht die Verteidigung nicht als gegeben an.“ Der Vertreter des Nebenklägers wiederum habe sich der Staatsanwaltschaft angeschlossen.