Glosse Grumpy Cat: Missgelaunte Siegerin

So sehen Sieger aus – jedenfalls, wenn sie Grumpy Cat sind, jene Katze, die für ihren notorisch übellaunigen Gesichtsausdruck berühmt wurde.
So sehen Sieger aus – jedenfalls, wenn sie Grumpy Cat sind, jene Katze, die für ihren notorisch übellaunigen Gesichtsausdruck berühmt wurde. © Foto: Christian Petersen/afp
Berlin / Moritz Hagemann 26.01.2018

Eine Katze, die einen eigenen Manager hat. Deren Konterfei auf T-Shirts mehr als hunderttausend Mal über die Ladentheken ging. Ihr mürrischer Blick: legendär. Das ist Grumpy Cat, die ihrer Besitzerin schon viele Millionen Dollar eingebracht haben soll. Und die eigentlich Tardar Sauce heißt.

Geboren im April 2012 in Arizona, kurze Zeit später schon ein Star auf Youtube, mit eigener Facebook-Seite und als Marke eingetragen. Die Katze mit der genetisch bedingten bösen Aura grüßte auch schon von Wahlplakaten der Piraten-Partei. Ob das damals bis in die USA durchgedrungen ist? Denn die Katze ist in vielerlei Hinsicht eine Geldbeschaffungsmaschine.

Der Getränkehersteller Grenade hatte sich die Rechte für den Eiskaffee „Grumppuccino“  gesichert. Für mehr aber auch nicht, ein verhängnisvoller Fehler, denn die vierbeinige Zicke fuhr die Krallen aus. Nun darf die Firma knapp 700 000 Dollar hinblättern, weil sie das Katzengesicht auch auf Verpackungen und T-Shirts druckte. „Ein harter Kampf“ sei’s gewesen, sagte der Katzen­anwalt David Jenelis der US-Zeitung „The Wrap“. Seit 2015 lief die Klage, nun entschied das Gericht. Für Jenelis „ein gerechtes Urteil“.

Die Katze hatte den Beginn des Verfahrens übrigens im Katzenkorb live verfolgt. Und doch eines nicht geschafft, was normalerweise für den Gewinner unerlässlich ist: ein Siegerlächeln auszupacken.