Stuttgart Grippewelle im Südwesten fordert acht Todesfälle

Medikamente und ein Fiberthermometer auf einem Nachttisch. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Medikamente und ein Fiberthermometer auf einem Nachttisch. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv © Foto: Maurizio Gambarini
Stuttgart / DPA 18.01.2018

Die Grippewelle rollt über den Südwesten und forderte erste Opfer: Seit Beginn der Saison Anfang Oktober starben acht Menschen infolge einer Infektion. Insgesamt gab es nach Angaben des Landesgesundheitsamts in diesem Zeitraum 1364 Grippe-Fälle im Land. Es handle sich aber um keinen ungewöhnlich hohen Anstieg, teilte die Behörde in Stuttgart mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sich deutlich mehr Menschen infiziert (1867).

Als wirksamer Grippeschutz gilt eine Impfung. Doch die verbreitete Dreifachimpfung wirkt in dieser Saison nur bedingt. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, wurden rund 70 Prozent der nachgewiesenen Grippefälle durch Influenza B-Viren der Yamagata-Linie verursacht - gegen diesen Stamm schützt der saisonale Impfstoff nicht.

Für wirksamer hält die Behörde den Vierfachimpfstoff. Der ist jedoch teurer und wird bislang wesentlich seltener verabreicht. Wer bereits den Dreifachimpfstoff erhalten hat, sollte sich aber nicht generell noch einmal nachimpfen lassen. Der bisherige Impfstoff schütze etwa bereits gegen die auch zirkulierenden Influenza A-Viren.

Empfohlen wird eine Grippeimpfung vor allem für Menschen ab 60 Jahren, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, chronisch Kranke wie Diabetiker, Schwangere und medizinisches Personal.