Stuttgart Grippesaison diesmal besonders heftig: Ende in Sicht

Medikamente und ein Fiberthermometer liegen auf einem Nachttisch. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Medikamente und ein Fiberthermometer liegen auf einem Nachttisch. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv © Foto: Maurizio Gambarini
Stuttgart / DPA 14.04.2018

Die aktuelle Grippesaison ist nach Angaben des Landesgesundheitsamtes die schwerste seit Jahren gewesen. Bis Freitag wurden 34 665 Influenza- und 208 daraus resultierende Todesfälle im Südwesten gemeldet. Zum Vergleich: In der gesamten Saison zuvor waren es 15 295 gemeldete Erkrankungen und 107 Todesfälle. Ähnlich hoch waren die Fallzahlen zuletzt im Jahr 2009, wie eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Stuttgart sagte.

Spitzenreiter mit den meisten gemeldeten Influenzafällen war demnach der Landkreis Ludwigsburg mit 2229 Meldungen. Pforzheim hatte mit 53 gemeldeten Fällen in dieser Saison die wenigsten Erkrankungen zu verzeichnen. Angesichts zurückgehender Grippemeldungen neige sich die Grippewelle zwar dem Ende zu, sagte die Sprecherin. Mit weiteren Erkrankungen müsse aber gerechnet werden.

Ein möglicher Grund für die vielen Fälle: Der meist verwendete Dreifach-Impfstoff hat Experten zufolge in dieser Saison teils nur bedingt geholfen, da er weniger Virenstämme abdeckt. Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland bekommen in der nächsten Grippe-Saison aber einen besseren Impfschutz von der Kasse bezahlt.

Der Gemeinsame Bundesausschuss aus Spitzenvertretern von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken hat Anfang des Monats beschlossen, dass in der im Herbst startenden nächsten Impfsaison 2018/19 verbindlich ein neuer Vierfach-Wirkstoff zu verwenden ist.