Google Doodle Google ehrt Bauhaus-Künstler Oskar Schlemmer

Ulm / Samira Roll 04.09.2018
Am Dienstag änderte sich das Google Logo zu einem tanzenden Doodle. Zu ehren des Bauhaus Künstlers Oskar Schlemmer erinnert Google an den großen Bauhaus-Star.

Durch animierte Bilder ehrt Google immer wieder bedeutende Persönlichkeiten und Ereignisse. Am Dienstag zeigt es eine tanzende Ballettfigur die einem Roboter ähnelt. Die Körperteile, welche aussehen wie Zylinder und Kreise, wirken wie eine eigenwillige Verbindung zwischen Körper und Raum.

Was dahinter steckt und wen das Google Doodle ehrt, erfahrt ihr hier.

130. Geburtstag von Oskar Schlemmer

Schlemmer wurde am 4. September 1888 in Stuttgart geboren. Bereits in jungen Jahren hatte er sich schon voll und ganz der Kunst verschrieben. Nach dem Tod seiner Eltern begann er eine Ausbildung als kunstgewerblicher Zeichner und besuchte kurz darauf eine Fortbildungsschule, in der Stillehre und das Figurenzeichnen gelehrt wurde.

Oskar Schlemmer malte, stellte aus und reiste.

Zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges wurde die künstlerische Arbeit schwieriger und schließlich unmöglich. Körperlich zunehmend geschwächt verstarb Oskar Schlemmer am 13. April 1943.

Wie das Google Doodle zu ehren des Bauhaus-Künstlers zeigt, beschäftigte er sich zu Lebzeiten mit Körpern und Räumen. Er vereinte Kunst und Theater, wobei er versuchte die Malerei in den Raum zu übertragen.

Schlemmer gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter der Klassischen Moderne und als ein Erneuerer der Kunst.

Das Google Doodle ist eine Hommage an das „Triadische Ballett“.

Ausstellungen in New York und Stuttgart

Als einer der wichtigsten Maler des sachlichen Bauhaus-Stils wurde seine Kunst oftmals ausgestellt. Die Nazis verleumdeten seine Werke jedoch nach der Machtergreifung als „Entartete Kunst“ und hängten mehrere seiner Gemälde in die berüchtigte Münchner Schmäh-Ausstellung.

Die Bauhaustreppe (1932) ist das bekannteste Bild des Malers und Bildhauers. Heute hängt es im New York Museum of Modern Art. Doch das Werk ist nicht nur dort zu bestaunen - auf den Briefmarken der Deutschen Bundespost ist es zudem verewigt.

Die Staatsgalerie Stuttgart eröffnete 2014 eine große Retroperspektive zu Schlemmers Werken unter dem Titel „Visionen einer neuen Welt“.

Vor allem wurde Oskar Schlemmer aber durch seine Kostüme berühmt. Er baute sie aus Holz, Leder und Drähten und spielte mit Farben und geometrischen Formen. Über seine Kunst schrieb er auch in seinem Tagebuch „Was tut der Künstler? Er macht Unklares klar, Unbewusstes bewusst, Unmögliches möglich, stellt auch dem Chaos da Eine heraus, aus dem Vielfachen das Einfach.“

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