Gesundheit Gesundheitsvorsorge: Der Mann und sein Apfel

Ein Apfel am Tag … Und das gilt auch für Männer.
Ein Apfel am Tag … Und das gilt auch für Männer. © Foto: ©xiangdong Li/Fotolia.de
Berlin / Hajo Zenker 03.07.2017

Männer sind bekanntlich etwas blöd. Finden zumindest viele Frauen. Kein Wunder also, dass Vorsicht geboten ist, wenn ausgerechnet eine Frau erklärt, weshalb die mittlerweile
4. Männergesundheitskonferenz stattfindet. Die Dame heißt Heidrun Thaiss, ist Chefin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und beklagt: „Nur 47 Prozent der Männer in Deutschland verfügen über ausreichendes Gesundheitswissen.“ Deshalb zeige die BZgA nun auf, „wie Gesundheitsinformationen für Männer alltagstauglich kommuniziert werden“. Mal davon abgesehen, dass alltagstauglich heißen soll, Flyer zu gesunder Ernährung an den Fernseher oder Kühlschrank zu hängen, vergisst Frau Thaiss leider zu erwähnen, dass laut Studie sogar nur 44,5 Prozent der Frauen entsprechende Gesundheitskompetenz haben.

Und was liegt der BZgA sonst noch so am Herzen? „Geschlechtersensibel über männerspezifische Gesundheits­themen zu informieren.“ Wozu es sogar eine eigene Broschürenreihe gibt. Da steht dann etwa zur Ernährung: Lange schon sei bekannt, dass ein Apfel gesund halte,  zur Attraktivität beitrage  und in der Bibel sogar zur Verführung des Menschen eingesetzt worden sei.  „Nicht umsonst wählte der kluge Geschäftsmann Steve Jobs dieses Symbol für sein Unternehmen.“ Voll geschlechtersensibel das. Da lässt sich nur hoffen, dass man(n) jetzt nicht vor Begeisterung in sein iPhone beißt.