Glosse Geschäftsidee: Shoppen wie die Simpsons

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Ethan Miller/Getty Images/AFP © Foto: Ethan Miller/Getty Images/afp
Berlin / Guido Bohsem 24.08.2018

Wo genau Springfield liegt, weiß Matt Groening wahrscheinlich nicht mal selbst. Insgesamt 64 Städte und Ortschaften in 35 Staaten der USA tragen den Namen der berühmten Stadt aus der ewigen TV-Serie „Die Simpsons“. Springfield soll nach dem Willen des Erfinders von Bart, Homer und Konsorten das fiktive Abbild einer durchschnittlichen US-Kleinstadt sein.

Gerade ist Springfield etwas realer geworden. Genauer gesagt, versucht die Realität, sich der gelben Fiktion anzunähern. Im Badeort Myrtle Beach in South Carolina hat jetzt der erste „Kwick-E-Mart“ aufgemacht, eine orginal-getreue Nachbildung des legendären 24-Stunden-Ladens.

Hält sich der reale Betreiber in an die Standards seines gezeichneten Vorbilds Apu, dürfte er nicht viel Mühe haben. Was dieser nämlich im „Kwick-E-Mart“ anbietet, ist von ausgesucht fragwürdiger Qualität.

Womit wir wieder mal beim amerikanischen Unternehmergeist wären und der Frage, warum hierzulande keine Verleihnix-Geschäfte aufmachen, in denen nicht mehr ganz frische Fische ausliegen („Asterix“). Warum legen sich die hiesigen Banken keine Geldspeicher zu („Dagobert Duck“)? Warum baut keiner Lupos Mäuseturm auf („Fix und Foxi“) und wo sind die Ritter-Runkel-Festspiele („Digedags“)? Und schließlich, warum haben wir keinen Präsidenten, der regiert als sei er der beste Kumpel vom Joker („Batman“)?

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