Ungeachtet von Kritik aus Kirchenkreisen darf die Filmsatire „Das Leben des Brian“ am Karfreitag in Stuttgart gezeigt werden. Allerdings hat das Verwaltungsgericht der Landeshauptstadt die Entscheidung am Dienstag mit Auflagen verbunden (Az.: 4 K 2359/19): Der Veranstalter - die Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) - muss dafür sorgen, dass bei der Vorführung im Stuttgarter Weissenburg-Zentrum die Türen und Fenster geschlossen bleiben.

Unter diesem Vorbehalt müsse die Landeshauptstadt der GBS eine Befreiung vom Verbot der Vorführung des Films im Feiertagsgesetz erteilen. Dies gelte auch für den ebenfalls umstrittenen Film „Das Wort zum Karfreitag (mit humanistischem Tanzsegen)“.

Die Stiftung hatte zuvor erklärt, die Filmvorführung sei als Provokation gedacht. „Mit der Filmvorführung protestiert die GBS gegen diesen durch das Feiertagsgesetz zementierten Anachronismus in unserer säkularen Gesellschaft“, sagte GBS-Sprecher Werner Koch laut „Stuttgarter Nachrichten“. In dem Film „Das Leben des Brian“ der britischen Komikergruppe Monty Python von 1979 wird Jesus verballhornt. Unter anderem in einer weltbekannten Szene, in der Brian als Jesus-Stellvertreter wider Willen am Kreuz fröhlich singt und pfeift: „Always Look on the Bright Side of Life“.

Bericht Stuttgarter Nachrichten