Freiburg Gericht verkündet Urteil im Missbrauchsprozess Freiburg

 16.05.2018, Baden-Würtemberg, Freiburg: Der wegen Kindesmissbrauchs Angeklagte Knut S. sitzt in einem Saal des Landgerichts und hält einen Aktenordner vor sein Gesicht. Heute wird in seinem Fall das Urteil gesprochen. Dem heute 50 Jahre alten Soldaten der Bundeswehr wird vorgeworfen, einen in Staufen bei Freiburg lebenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt zu haben. Er soll die Taten gefilmt und die Aufnahmen an andere weitergeleitet haben. Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
16.05.2018, Baden-Würtemberg, Freiburg: Der wegen Kindesmissbrauchs Angeklagte Knut S. sitzt in einem Saal des Landgerichts und hält einen Aktenordner vor sein Gesicht. Heute wird in seinem Fall das Urteil gesprochen. Dem heute 50 Jahre alten Soldaten der Bundeswehr wird vorgeworfen, einen in Staufen bei Freiburg lebenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt zu haben. Er soll die Taten gefilmt und die Aufnahmen an andere weitergeleitet haben. Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © Foto: Patrick Seeger
Freiburg / dpa 15.05.2018

Im Prozess um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes bei Freiburg will das Landgericht am Mittwoch ein Urteil verkünden. Angeklagt ist ein 50 Jahre alter Soldat der Bundeswehr. Der Deutsche hat gestanden, den aus Staufen stammenden Jungen im vergangenen Jahr zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben (Az.: 6 KLs 160 Js 30350/17). Die Plädoyers wurden am Dienstag gehalten. Die Staatsanwältin forderte zwölf Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung, der Verteidiger vier Jahre Haft ohne Sicherungsverwahrung. Die Anwältin der Nebenklage, die das Opfer vertritt, plädierte auf elf Jahre Gefängnis, Sicherungsverwahrung und 12.500 Euro Schmerzensgeld. Der Junge war mehr als zwei Jahre per Internet Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Es ist in Freiburg der zweite von mehreren Prozessen, weitere folgen. In dem Missbrauchsfall gibt es insgesamt acht Verdächtige.

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