Ulm / DPA  Uhr

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat einen 50 Jahre alten Mann wegen versuchten Mordes an seiner getrennt lebenden Ehefrau und deren Bruder angeklagt. Die Behörde wirft ihm vor, beiden mit aufgesetzten Schüssen aus einer Gasdruckpistole schwere Verletzungen zugefügt zu haben. Als Motiv nannte sie am Mittwoch, dass der Mann „die Trennung seiner Ehefrau aufgrund der von ihm empfundenen Ehrverletzung nicht habe akzeptieren“ wollen (Aktenzeichen 11 Js 24618/18).

Der mutmaßliche Täter soll in der Nacht vom 21. auf den 22. November 2018 mit Gewalt in die Wohnung seines Schwagers in einem Mehrfamilienhaus in Göppingen eingedrungen sein. Dort habe er drei Mal auf die im Bett liegende 30-jährige Ehefrau geschossen und einen Schuss auf ihren 40-jährigen Bruder abgegeben. Die Frau verlor infolge ihrer Gesichtsverletzungen ein Auge, der Bruder erlitt einen Rippenbruch. Der mutmaßliche Täter habe beide „unter Ausnutzung von deren Arg- und Wehrlosigkeit“ töten wollen, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Das Landgericht muss nun entscheiden, ob und wann es nach der Anklageerhebung zu einem Prozess kommt.