Böblingen Gaffer behindern Polizei nach schwerem Unfall in Böblingen

Warndreieck mit dem Schriftzug "Unfall" steht auf der Straße.
Warndreieck mit dem Schriftzug "Unfall" steht auf der Straße. © Foto: Patrick Seeger/dpa/Archiv
DPA 11.01.2018
Etliche Gaffer haben Polizeiangaben zufolge nach einem schweren Unfall die Arbeit der Einsatzkräfte behindert.

Etliche Gaffer haben Polizeiangaben zufolge nach einem schweren Unfall die Arbeit der Einsatzkräfte behindert. In Böblingen bei Stuttgart hatte ein Jugendlicher ohne Fahrerlaubnis mit seinem Wagen einem anderen Auto die Vorfahrt genommen. Er sei deutlich zu schnell unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit.

Zuletzt hatte es immer wieder Beschwerden von Polizeibeamten gegeben, dass Gaffer ihre Arbeit behinderten. Zuletzt etwa beim tödlichen Unfall auf der A 7 bei Heidenheim.

Bei dem Zusammenprall in Böblingen wurden alle sechs Insassen beider Fahrzeuge verletzt. Ein 18-Jähriger, der vermutlich nicht angeschnallt gewesen sei, habe in Lebensgefahr geschwebt. Er wurde eingeklemmt und musste von Feuerwehrleuten befreit werden.

Die Polizei in Ludwigsburg sprach von „zahlreichen Schaulustigen“, die die Arbeit der Rettungskräfte behindert hätten. Mehrfach mussten Polizisten den Angaben zufolge die Gaffer auffordern, ehe die von der Unfallstelle weggingen. Einige von ihnen hätten danach von einem nahe gelegenen Gehweg aus weiter zugeschaut.

Im Auto des 17 Jahre alte Jugendlichen saßen neben dem Fahrer und dem lebengefährlich Verletzten noch zwei weitere junge Leute (17, 18). Der Fahrer griff laut Polizei während der Unfallaufnahme noch einen Beamten an und verletzte ihn leicht an der Hand.

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