Freiburg / DPA

Noch ist auf den Höhen der Schnee nicht weg, schon fliegen die ersten Pollen. Etwas früher als sonst sind bereits Hasel und Erle unterwegs. „Im Zuge des Klimawandels müssen wir uns darauf einstellen, dass viele Pollenarten früher fliegen werden“, sagte der Freiburger Medizin-Meteorologe Andreas Matzarakis der Deutschen Presse-Agentur. Durch milde Winter komme die Vegetation generell früher in die Gänge, so der Professor der Medizin-Meteorologischen Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

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Pollenflug hängt von vielen Faktoren ab

In den tieferen Lagen des Südwestens verzeichnete das Zentrum zum Ende der Woche schon eine mittlere Belastung an Hasel-Pollen. Bei Erle stufte der Pollenflug-Gefahrenindex sie als gering bis mittel ein. Angesichts von Sonne und erwarteten Temperaturen bis 17 Grad könnte die Belastung zunehmen. Matzarakis verwies aber darauf, dass die Temperatur nicht allein entscheidend ist für den Pollenflug. Wann Pflanzen blühen, hänge von vielen Faktoren ab - etwa von Tageszeit, Wind, Strahlung oder Trockenheit. Pollenallergiker, die auf Frühblüher reagieren, sollten dennoch auch jetzt in die Natur: „17 Grad und Sonne haben nun einen positiven Einfluss auf die Gesundheit des Menschen“, sagte Matzarakis. Das Frühlingslüftchen tue dem Gemüt gut und härte ab: „Auch mit gutem Wetter kann man den Körper trainieren.“ Dies gelte ebenso für wetterfühlige oder wetterempfindliche Menschen, die einen Wetterumschwung körperlich zu spüren bekommen - sei es durch Kopf- oder Knieschmerzen.

DWD-Pollenflug-Gefahren-Index

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