Staufen Freiburger Missbrauchsprozess auf der Zielgeraden

Im Freiburger Missbrauchsprozess sind heute die Plädoyers geplant.
Im Freiburger Missbrauchsprozess sind heute die Plädoyers geplant. © Foto: Patrick Seeger/dpa
Freiburg / dpa 03.08.2018
Im Prozess gegen einen 33-Jährigen wegen des Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg sind heute die Plädoyers geplant.

Zuvor muss das Landgericht Freiburg die Beweisaufnahme beenden. Zeugen sind keine mehr geladen. Angeklagt ist ein Mann aus der Nähe von Barcelona. Der Spanier hat zugegeben, den damals in Staufen lebenden Jungen mehrfach vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage wollen eine langjährige Haftstrafe sowie anschließende Sicherungsverwahrung erreichen. Sein Urteil will das Gericht voraussichtlich am Montag (6. August/14.30 Uhr) sprechen (Az.: 6 KLs 160 Js 32949/17 AK 5/18).

Sohn als zwei Jahre lang im Darknet angeboten

Der inzwischen zehn Jahre alte Junge war mehr als zwei Jahre lang im Darknet – einem anonymen Teil des Internets – angeboten und Männern aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter (48) und ihr wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestrafter Lebensgefährte (39) werden dafür verantwortlich gemacht. Sie haben gestanden. Der Spanier ist demnach einer der Männer, die sich an dem Jungen vergangen haben.

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