Für ihre humanitären Einsätze werden Friseure der in Baden-Württemberg gegründeten „Barber Angels Brotherhood“ heute in Paris mit einem Preis für Menschlichkeit geehrt. Die Figaros aus nahezu allen Teilen Deutschlands schneiden seit 2016 Obdachlosen kostenlos Haare und Bärte. Im Palais du Luxembourg, dem Sitz des Oberhauses des französischen Parlaments, nehmen Vertreter der Organisation die Goldmedaille der Organisation „Grand Prix Humanitaire de France“ entgegen.

Mit der undotierten Auszeichnung würdigt die 1892 gegründete private Vereinigung jährlich Frauen und Männer, die in Not geratenen Mitmenschen auf beispielhafte Weise unentgeltlich Hilfe leisten. Für die „Barber Angels“ sei die Ehrung ein wichtiger Ansporn zum Weitermachen, sagte deren Gründer Claus Niedermaier.

Der 57-Jährige, der in Biberach an der Riß einen Salon betreibt, hatte den humanitären Verein 2016 gemeinsam mit vier Gleichgesinnten gegründet. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 300 Friseure, vor allem in Deutschland, aber auch in Österreich, der Schweiz, Spanien und den Niederlanden. Bei wiederholten Einsätzen in zahlreichen Orten haben die „Barber Angels“ nach eigenen Angaben bislang rund 40 000 bedürftige Menschen kostenlos frisiert. „Unser Ziel ist es stets, verarmten Menschen mit einer guten Frisur wenigstens ein Stück Würde und Selbstvertrauen zurückzugeben“, so Niedermaier.

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ARTE-Reportage über die Barber Angels auf YouTube

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