Heilbronn / DPA  Uhr

Nach dem Fischsterben in einem Zufluss des Neckars ist ein dritter Mitarbeiter eines Speditionsunternehmens ins Visier der Ermittler geraten. Er soll nach einem Unfall informiert worden sein, habe den Vorfall aber nicht gemeldet, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag sagte. Nachdem ein Gabelstapler einen Tank beschädigt hatte, waren den Angaben nach rund 1000 Liter einer Flüssigkeit zur Herstellung von Reinigungsmitteln ausgelaufen.

Gegen zwei Männer hatten Polizei und Staatsanwaltschaft bereits wegen Gewässerverschmutzung die Ermittlungen aufgenommen: Ein 31-Jähriger soll den Gabelstapler gefahren haben, ein zweiter Mann soll von dem Unfall gewusst haben. Der dritte Verdächtige stehe nach ersten Erkenntnissen höher in der Hierarchie des Unternehmens als die beiden anderen, sagte der Sprecher. Genaueres konnte er nicht sagen. Die Firma hatte sich nach Bekanntwerden der ersten Ermittlungen nicht äußern wollen; für eine aktuelle Stellungnahme war sie nicht zu erreichen.

Anfang April waren in der Schozach unterhalb von Ilsfeld zahlreiche Fische und Wasservögel verendet - als Ursache gilt den Ermittlern der Unfall. Das Landratsamt untersucht weiterhin die Folgen für die Umwelt. Erst wenn das gewässerökologische Gutachten fertig sei, ließen sich Aussagen zum Schaden machen, sagte ein Sprecher der Behörde.