Spielfilme, Fernsehfilme, Kurzfilme, Dokumentationen – die Biberacher Filmfestspiele bieten ein vielfältiges Programm, das kaum überschaubar und – wie immer – qualitativ anspruchsvoll ist. Wir haben ein paar Produktionen herausgepickt, die besonders interessant werden könnten. Hier ist unsere persönliche Auswahl aus den Kategorien Spielfilm und Fernsehfilme:

Zwingli – Der Reformator

Wenn es um die Reformation geht, denkt man meist an Martin Luther. Dabei gab es viele große Reformatoren wie Jan Hus, Philipp Melanchthon - oder eben den Schweizer Theologen Ulrich Zwingli. Mit dem Film „Zwingli – Der Reformator“ erwartet das Publikum beim Filmfest in Biberach ein großes, mehr als zwei Stunden langes Historiendrama und Porträt des Mannes, der vor 500 Jahren das religiöse und gesellschaftliche System herausforderte. Die Hauptrolle spielt Max Simonischek, erste Szenen sind vielversprechend.

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Lara

Corinna Harfouch und Tom Schilling zusammen in einem Film? Das könnte spannend werden, zumal es in „Lara“ um ein Mutter-Sohn-Drama geht: An Laras sechzigstem Geburtstag gibt ihr Sohn Viktor das wichtigste Klavierkonzert seiner Karriere – welche sie als Mutter stets sehr ehrgeizig forciert hatte. Doch ihr Sohn ist seit Wochen nicht erreichbar. Im Glauben, bei der Uraufführung nicht willkommen zu sein, kauft Lara alle Restkarten auf und verteilt sie an alle, denen sie an diesem Tag begegnet. Doch je mehr Lara um einen gelungenen Abend ringt, desto mehr geraten die Geschehnisse außer Kontrolle. Regie führt Jan-Ole Gerster, der in der Tragikomödie „Oh Boy“ sein Debüt hatte.

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Baumbacher Syndrome

In dem Filmdrama „Baumbacher Syndrome“ des 27-jährigen Regisseurs und Drehbuchautors Gregory Kirchhoff spielt Tobias Moretti den Late-Night-Moderator Max Baumbacher. Der Star im TV-Showbusiness genießt Ruhm und Geld. Eines Morgens wacht er auf – mit einer völlig veränderten Stimme. Von den Medien gejagt, versteckt der Moderator sich vor der Öffentlichkeit. Als er die junge, verrückte Fida kennenlernt und mit seinem depressiven Sohn aus einer früheren Beziehung konfrontiert wird, muss Max sich seiner Vergangenheit stellen und erleben, dass er sozial isoliert ist. Moretti, zuletzt brillant in der Lenz-Verfilmung „Deutschstunde“ zu sehen, dürfte auch hier überzeugen.

Tobias Moretti spielt in "Baumbacher Syndrome" einen Moderatoren in der Krise.
Tobias Moretti spielt in „Baumbacher Syndrome“ einen Moderatoren in der Krise.
© Foto: Kinescope Film

Der Sommer nach dem Abitur

Bastian Pastewka, Fabian Busch und Hans Löw spielen in der Komödie „Der Sommer nach dem Abitur“ drei Freunde, die reichlich spät einen Jugendtraum verwirklichen wollen. 20 Jahre nach dem Abi wollen sie ein Konzert einer Band besuchen, das sie damals verpasst hatten, und das jetzt wiederholt wird. Auf dem Weg dorthin gerät ihre alte Freundschaft ins Wanken, und jeder muss sich unangenehmen Tatsachen stellen. Aber das gemeinsame Ziel – das Konzert – hält sie zusammen. Blöd nur, dass die Karten, die einer der Freunde besorgt hat, gefälscht sind. Die ZDF-Komödie ist auch der Eröffnungsfilm der Biberacher Filmfestspiele.

Hans Löw, Fabian Busch und Bastian Pastewka (von links) in "Der Sommer nach dem Abitur".
Hans Löw, Fabian Busch und Bastian Pastewka (von links) in „Der Sommer nach dem Abitur“.
© Foto: obs/ZDF/Frédéric Batier

Ein Dorf wehrt sich

Einen Historiendrama mit Starbesetzung (Brigitte Hobmeier, Oliver Masucci und Francis Fulton-Smith) ist die ZDF-Produktion „Ein Dorf wehrt sich“: In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wagen Bergarbeiter einen tollkühnen Aufstand gegen den immer noch wütenden nationalsozialistischen Wahnsinn, der ihre Lebensgrundlage, die Salzmine, zu zerstören droht. Dabei retten sie den größten zusammengeraubten Kunstschatz Europas vor der sicheren Vernichtung. Der Trailer zu dem Film ist vielversprechend.

Youtube Ein Dorf wehrt sich

Spreewaldkrimi - Zeit der Wölfe

Die ZDF-Reihe „Spreewaldkrimi“ hat immer eine besondere, düstere Stimmung und Spannung, nicht zuletzt Dank des starken Spiels von Christian Redl. Das gilt auch für die Folge „Zeit der Wölfe“: Während Kommissar Krüger (Christian Redl) sich voller Selbstzweifel wie ein einsamer Wolf in den Spreewald zurückzieht, versucht Kollege Fichte (Thorsten Merten), auf eigene Faust die Hintergründe von zwei tödlichen Unfällen und dem Auftauchen der Rockerbande „Die Wölfe“ aufzuklären. Krüger weigert sich, Fichte zu helfen: Er hat seine kriminalistische Intuition verloren.

Youtube Spreewaldkrimi: Zeit der Wölfe

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