Am Freitag, eigentlich aber auch schon mit dem Gründonnerstag, werden die Osterfeiertage . Viele Schüler können sich über die Osterferien und Arbeitnehmer über freie Tage freuen. Der Karfreitag ist jedoch anders als die anderen Feiertage im christlichen Kalender – er gilt als „stiller Feiertag“. Es ist der Tag, an dem Jesus Christus ans Kreuz genagelt wurde. Somit ist dieser Tag, anders als viele andere Feiertage, kein wirklicher Grund zum „Feiern“. Diese Auswirkungen spürt man bis heute. Es gibt viele Verbote und Bräuche rund um den Karfreitag.

Das Tanzverbot an Ostern in Baden-Württemberg

In vielen Bundesländern gilt das Tanzverbot am Karfreitag. Nur in wenige Ausnahmen, wie in Berlin, Bremen oder Hamburg, dürfen an diesem Tag öffentliche Veranstaltungen stattfinden. In Baden-Württemberg herrschen folgende Verbote rund um Ostern:

Gründonnerstag: 18 bis 24 Uhr

Karfreitag: ganztägig

Karsamstag: 0 bis 20 Uhr

An diesen „stillen“ Tagen gilt die Regel, dass Tanzveranstaltungen und andere öffentliche Veranstaltungen untersagt sind. Darunter fallen beispielsweise Volksfeste, Märkte, Konzerte und Sportveranstaltungen. Jedes Bundesland darf zu Ostern selber festlegen ob und zu welchen Tageszeiten diese Veranstaltungen stattfinden dürfen. Das Tanzverbot kann jedoch durch Sondergenehmigungen umgangen werden. Wer diese Sondergenehmigung nicht besitzt und trotzdem feiert, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 1500 Euro rechnen.

Wer zu Hause feiern möchte, darf das natürlich tun. Hierbei gelten dann wieder die üblichen Regelungen zur Lärmbelästigung.

Traditionelle Bedeutung des Karfreitags

Für Christen ist der Karfreitag ein Tag der Buße, des Fastens und des Gebetes – daher kommt auch der Name „stiller Feiertag“. Neben dem Tanzverbot essen die Gläubigen an diesem Tag auch kein Fleisch und trinken keinen Alkohol. Fisch ist an diesem Tag meistens auf den Esstischen zu finden.

Die meisten Geschäfte haben Karfreitag geschlossen

Da der Karfreitag, anders als Gründonnerstag, bundesweit ein gesetzlicher Feiertag ist, haben bis auf wenige Ausnahmen alle Geschäfte geschlossen. Ausnahmen können Geschäfte an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen oder Flughäfen darstellen.

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