Wetter Fakten rund um den Frühling

Für das kurze Kleidchen werden die Temperaturen am Wochenende vielleicht noch nicht reichen. Aber für ein Eis auf jeden Fall.
Für das kurze Kleidchen werden die Temperaturen am Wochenende vielleicht noch nicht reichen. Aber für ein Eis auf jeden Fall. © Foto: Sunny studio/Shutterstock.com
Region / Rebecca Jacob 07.04.2018

Mehr als 20 Grad warm soll es am Wochenende werden – endlich ist der Frühling nicht nur laut Kalender da. Was verbinden Sie mit dieser Jahreszeit? ­
Kaffee und Kuchen auf der Terrasse, Osterglocken, Bärlauchpesto, Spaziergänge am See? Nach den kalten Tagen wollen die ­meisten Menschen nur eines: raus ins Freie. Damit das noch mehr Spaß macht, haben wir Wissenswertes zum Frühling zusammengetragen.

Er riecht gut: „Es duftet nach Frühling“, hört man jetzt oft, besonders, wenn die Sonne scheint. Kein Wunder: In warmer Luft können wir ätherische Öle besser wahrnehmen, der Duft der Frühlingsblumen steigt uns bei schönem Wetter besonders intensiv in die Nase. Was jeder einzelne als den Frühlingsduft schlechthin empfindet, ist jedoch subjektiv und hängt davon ab, in welchem Teil der Welt man aufgewachsen ist – für einen Finnen riecht der Lenz deshalb anders als für einen Südafrikaner.

Er sorgt für Romantik: Die berühmten Frühlingsgefühle steigen mit den Temperaturen – im Frühling ist uns mehr nach Flirten und Händchen halten zumute. Ob dafür verstärkte Hormonausschüttung verantwortlich ist, darüber sind sich Forscher nicht einig. Sonnenschein und Himbeereis sorgen jedoch für gute Laune, und ein Lächeln kann beim Flirten schließlich nicht schaden. Anders sieht es in der Tierwelt aus. Sie verfällt zu dieser Jahreszeit in einen wahren Gefühlsrausch: Balzende Vogelmännchen, Kröten mit dem Liebsten auf dem Rücken und herum­tollende Fuchspärchen zeigen, dass bald mit Nachwuchs zu rechnen ist.

Er lässt uns erröten: Durch die UV-Strahlung auf der Haut kann unser Körper das lebenswichtige Vitamin D produzieren, es sorgt für gesunde Knochen und Muskeln. Mehr Sonne erhöht aber auch das Risiko für einen Sonnenbrand. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht auf seiner Homepage einen UV-Index mit aktuellen Messwerten. Schon im Frühling kann der in Süddeutschland bei vier oder fünf ­liegen – dann ist laut BfS ein einfacher Schutz etwa durch Hüte, Sonnenbrillen oder Sonnencreme nötig, vor allem, da unsere Haut im dunklen Winter viele schützende Pigmente verloren hat und daher besonders empfindlich ist.

Er treibt uns hinaus: Die Sonne ist da – endlich wieder draußen joggen gehen! So mancher schnürt jetzt die Laufschuhe und sagt dem Winterspeck den Kampf an. Auch wenn es draußen warm ist, sollte man sich vorher mindestens zehn Minuten aufwärmen, mit Dehnübungen und gemütlichem Lauftempo. Das bereitet die Muskeln auf die harte Arbeit vor und schützt außerdem vor Verletzungen. Auch hier gilt natürlich, die Haut vor der Sonne zu schützen und vor allem bei warmen Temperaturen immer genug zu trinken.

Er macht uns müde: Obwohl wir gerne hinaus möchten, um durch die Innenstadt zu bummeln oder im Garten zu werkeln, fühlen wir uns jetzt oft schlapp. Diese Frühjahrsmüdigkeit wird vor allem durch das wechselhafte Wetter verursacht: Die Blutgefäße weiten sich bei steigenden Temperaturen, der Blutdruck sinkt. Normalerweise pendelt sich das nach einigen Wochen ein, spielt das Wetter jedoch verrückt, kann die Müdigkeit länger anhalten. Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf helfen dagegen.

Rote Augen und wunde Nasen

Heuschnupfen ist die häufigste ­Allergie in Industrieländern. Der Deutsche Wetterdienst bietet unter www.dwd.de einen „Pollenflug-Gefahrenindex“. Anfang April bringen vor allem Weiden- und Birkenpollen Allergiker zum Niesen. Weitere Symptome sind tränende Augen, eine verstopfte Nase und Fließschnupfen. Bevor man zu Nasenspray oder Tabletten greift, sollte man die Erkrankung vom Allergologen abklären lassen. rej