Weil er einen tödlichen Unfall auf der Autobahn 5 bei Freiburg verursacht haben soll, muss sich ein 70 Jahre alter Autofahrer am Montag vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Juni 2020 bei zähfließendem Verkehr zwischen der Anschlussstelle Freiburg-Nord und Teningen mehrfach die Fahrspur gewechselt zu haben und dabei immer wieder in die Nähe einer Gruppe Motorradfahrer gekommen zu sein.
Einen Biker habe er zunächst leicht berührt, weshalb dieser habe ausweichen und leicht beschleunigen müssen. Der Angeklagte soll im weiteren Verlauf derart mit dem Motorradfahrer zusammengestoßen sein, dass dieser gestürzt sei. Der Mann erlag der Mitteilung zufolge etwa zwei Monate später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die Staatsanwaltschaft hat den Deutschen wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs angeklagt. Das Amtsgericht Emmendingen hat nur einen Verhandlungstag angesetzt. Es könnte also am Nachmittag ein Urteil sprechen.