Nach einer Explosion in der Bergbaugrube Teutschenthal bei Halle in Sachsen-Anhalt sind alle eingeschlossenen Personen geborgen worden. Das teilte die Polizei Halle auf Twitter mit. Bei dem Unglück sind ein 24 Jahre alter Mann leicht und ein 44-Jähriger schwer verletzt worden. Beide Bergmänner, ein Deutscher und ein Pole, hätten einen Schock erlitten und seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilt die Polizei mit. Sie hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Körperverletzung aufgenommen.

34 Männer waren nach der Verpuffung in rund 700 Meter Tiefe unter Tage eingeschlossen gewesen. Sie hatten sich nach Angaben des Landesbergamts in Halle in Sicherungsräumen befunden und seien mit Sauerstoff versorgt gewesen.

Grund für die Verpuffung war vermutlich ein explosives Gasgemisch, das sich gebildet hatte. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet.

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Heute handelt es sich um ein sogenanntes Versatzbergwerk. Dort werden auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Bis in die 1980er Jahre wurden dort Kali und Steinsalze abgebaut.

Für die Grube gebe es spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien, sagte der Abteilungsleiter Bergbau im Landesamt für Geologie und Bergwesen, Uwe Schaar, in Halle.