Karlsruhe Experten prüfen: Wurde Bremsassistent nachgerüstet?

Blaulicht und Laufschrift "Unfall" am Einsatzfahrzeug der Polizei. Foto: Holger Hollemann/Archiv
Blaulicht und Laufschrift "Unfall" am Einsatzfahrzeug der Polizei. Foto: Holger Hollemann/Archiv © Foto: Holger Hollemann
Karlsruhe / DPA 29.06.2018

Nach dem Busunfall auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe mit einer Toten und 31 Verletzten soll nun ein Sachverständiger klären, ob der Bus vor dem Unglück mit einem Notbremsassistenten nachgerüstet wurde. Polizeiangaben zufolge handelte es sich bei dem Bus um ein Modell aus dem Jahr 2014. Bremsassistenten sind aber erst seit November 2015 in neuen Bussen vorgeschrieben. Ob ein solches System in dem Unfallfahrzeug nachträglich eingebaut wurde, sei nicht auf den ersten Blick zu sehen und müsse von einem Experten untersucht werden.

Am Mittwochmorgen war der Reisebus aus Oberfranken bei plötzlich stockendem Verkehr vor einer Baustelle auf einen Müllwagen gefahren. Dabei starb die 30 Jahre alte Reiseleiterin. 31 Menschen wurden laut Polizei verletzt, darunter zwei Insassen des Müllwagens. Eine Reiseteilnehmerin war am Freitag weiter in Lebensgefahr.

Die Auslesung der Fahrtenschreiber von Bus und Müllwagen werde vermutlich Monate dauern, hieß es. Die Polizei verspricht sich davon Hinweise zur Unfallursache - etwa auf das Tempo des Busses.

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