Alljährlich feiern wir den 1. Mai als Tag der Arbeit. Hinter diesem Feiertag stecken viele Bräuche. Wir haben alle Infos rund um den Maibaum, die Maistreiche in der Freinacht, den Tanz in den Mai und den geschichtlichen Hintergrund für euch zusammengefasst.

Die Polizei warnt vor Maistreichen in der Freinacht

In der Nacht auf den 1. Mai wird, besonders im südlichen Raum Deutschlands, die Freinacht gefeiert. Dabei ziehen zahlreiche Kinder und Jugendliche durch die Straßen und erlauben sich Streiche. Doch immer mehr alkoholisierte junge Menschen sehen die Nacht als Freifahrtsschein für Straftaten. Was in der Freinacht erlaub ist und worauf ihr achten solltet lest ihr hier.

Wenn aus einem Streich eine Straftat wird

Solange niemand verletzt und keine Gegenstände beschädigt werden, sind der Kreativität an Streichen keine Grenzen gesetzt. Besonders beliebt ist der Streich gesamte Objekte mit Klopapier einzuwickeln, oder Gartenstatuen innerhalb des Gartens zu verrücken.
Generell gilt Streiche: Dürfen das Eigentum anderer nicht beschädigen und den Straßenverkehr weder behindern noch gefährden. Daher sind beispielsweise ausgehobene Gullydeckel kein Streich, wie der Sprecher der Polizei Ulm betont. Dabei handelt es sich dabei um eine Straftat. Hierdurch könnte ein schwerer Unfall verursacht und Personen mutwillig gefährdet werden.
Auch Ketchup oder Mehl auf Motorhauben eignen sich ebenfalls nicht als Streich. Die Substanzen können teure Lackschäden verursachen. Für Sachbeschädigung jeglicher Art kann der Verursacher zur Verantwortung gezogen werden. Da häufig Kinder und Jugendliche in der Mainacht ihr Unwesen treiben, empfiehlt die Ulmer Polizei Aufklärung durch die Eltern. Denn diese haften nicht selten für den Streich ihrer Kinder. Demnach sollten Kinder früh vermittelt bekommen, was richtig oder falsch ist und welche Konsequenzen ihre Handlungen nach sich ziehen können.

Tradition Maibaum: So funktioniert das Maibaumaufstellen

Der Maibaum ist eine Tradition in vielen Regionen Deutschlands. In manchen Gegenden wird er erst zu Pfingsten aufgestellt. In Süddeutschland ist allerdings zumeist die Walpurgisnacht, also vom 30. April auf den 1. Mai, der Tag, an dem der Maibaum aufgestellt wird. Und am 1. Mai dann bewacht. Meistens als Gruppe. Oft in Verbindung mit viel Alkohol.
Der Ursprung der Maibaumtradition ist umstritten. In Schwaben und Franken soll seit 1520 ein Baum auf dem Marktplatz aufgestellt worden sein. Vor allem in Bayern wird die Tradition Maibaum sehr ernst genommen. Hier gibt es sogar Maibaum-Chronisten, die jedes noch so kleine Detail für die Nachwelt festhalten – darunter auch Maibaumkriege.
In Ulm sind Liebesmaien, eine andere Tradition in Verbindung mit dem 1. Mai und Maibäumen, nicht allzu verbreitet. Doch zu „Attentaten“ auf Maibäume kommt es auch in der Region.

Tanz in den Mai: Veranstaltungen in Ulm und Neu-Ulm

Wer für den Start in den Mai noch nach Ideen für eine gelungene Party suche – wir haben eine Übersicht mit allen Feiern in Ulm und Neu-Ulm für euch zusammengestellt.

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