Engstingen Unfall an Biogasanlage: Entschädigungspläne vorgestellt

Transportfahrzeuge stehen am 12.01.2017 vor der Anlage. Foto: Sascha Walther/Pressefoto Eibn/Archiv
Transportfahrzeuge stehen am 12.01.2017 vor der Anlage. Foto: Sascha Walther/Pressefoto Eibn/Archiv © Foto: Sascha Walther / Pressefoto Eibn
Engstingen / DPA 09.01.2018

Kurz vor dem Jahrestag der Havarie einer Biogasanlage in Engstingen (Kreis Reutlingen) hat die Betreiberfirma ihre Pläne zur Entschädigung Betroffener vorgestellt. Das Unternehmen wolle zunächst versuchen, seine Versicherung zur Übernahme des Schadens zu bewegen, sagte der Anwalt der Biga Energie GmbH&Co. KG, Tim Jakobs, am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Sollte das nicht gelingen, werde der Familienbetrieb versuchen, die Schäden Stück für Stück aus seinen Erträgen in den nächsten Jahren auszugleichen, so Jakobs. „Es tut uns sehr leid, was damals passiert ist“, sagte der Juniorchef der Firma, Thorsten Ott, am Dienstag.

Aus einem Behälter für vergorene Lebensmittelreste waren am 11. Januar 2017 rund 1,5 Millionen Liter der stinkenden Flüssigkeit ausgelaufen und hatten Straßen, Keller und einen nahegelegenen Bachlauf verschmutzt. Die Geschädigten, darunter die Gemeinde Engstingen, warten auch ein Jahr später noch auf Entschädigung.

Die Sparkassenversicherung hatte erklärt, nicht für Schäden aufzukommen, weil die Anlage ihrer Ansicht nach ohne Genehmigung betrieben wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Firma wegen des Verdachts des unerlaubten Betreibens von Anlagen.

Erklärung des Anlagenbetreibers Biga Energie, 17. Mai 2017