Bozen Ermittlungen nach Lawinenunglück in Südtirol

Rettungskräfte beraten sich in St. Valentin in Südtirol (Italien). Foto: Walter Wegmann
Rettungskräfte beraten sich in St. Valentin in Südtirol (Italien). Foto: Walter Wegmann © Foto: Walter Wegmann
Bozen / DPA 05.01.2018

Nach dem Tod von zwei Ludwigsburgern bei einem Lawinenunglück in Südtirol ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Es handele sich um Routine in einem solchen Fall, sagte eine Sprecherin des Justizbehörde am Freitag in Bozen, ohne Details zu nennen. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, konkret Beschuldigte gebe es nicht.

Eine Mutter und ihre elfjährige Tochter aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg waren am Mittwoch im Skigebiet Haideralm im Vinschgau von einer Lawine mitgerissen worden. Sie konnten zwar beide geborgen worden, starben aber kurz darauf. Der Vater nahm an der Tour abseits der Piste ebenfalls teil - er überlebte das Unglück.

Laut Ansa wurde die Mutter unter einer einen Meter dicken Schneedecke direkt in der Nähe ihrer Tochter gefunden. Das Schneebrett sei bis zu 150 Meter breit gewesen. Vermutlich seien nicht alle Mitglieder der Gruppe aus Deutschland für eine Tour im Gelände ausgerüstet gewesen, so die Agentur unter Berufung auf Retter. Nur einige von ihnen hätten beispielsweise einen Lawinenpiepser gehabt, mit dem man Verschüttete schneller finden kann. An dem Tag herrschte in der gesamten Region erhebliche Lawinengefahr der Warnstufe 3 von 5.