Die Energiepreise steigen weiter in die Höhe, in Deutschland sorgt man sich insbesondere um die Gasversorgung. Ende März hat Wirtschaftsminister einen Krisenstab eingerichtet und den Notfallplan Gas der Bundesregierung aktiviert. Grund ist weiterhin der Krieg in der Ukraine. Nun hat die Ampel-Koaltion entschieden, die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Dabei soll es eine Energiepauschale für jeden Arbeitnehmer geben.
  • Wo gibt es das Energiegeld?
  • Wer bekommt das Geld aus dem Energiepaket?
  • Wie wird die Pauschale ausgezahlt?
  • Alle Infos zur Energiesparpauschale hier.

Energiepauschale im Entlastungspaket: Wer bekommt das Geld?

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sind die Energiepreise deutlich gestiegen. Grund sind Versorgungsängste und Schwankungen an den Märkten. „Wir werden die Mitte unserer Gesellschaft schnell, unbürokratisch und sozial gerecht entlasten“, so der Beschluss der Ampel-Regierung. Es soll also eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro geben.
Das Geld bekommt jede Bürgerin und jeder Bürger, die erwerbstätig sind. Das Geld wird als „Zuschuss zum Gehalt“ ausgezahlt. „Der Zuschlag soll die Begünstigten schnell und unbürokratisch erreichen und unabhängig von den geltenden steuerlichen Regelungen (Pendlerpauschale, Mobilitätsprämie, steuerfreien Arbeit­geber­erstattungen, Job-Ticket) „on top“ gewährt werden“, so das Beschluss-Papier.

Energiegeld: Wie bekomme ich die 300 Euro?

Die Energiepreispauschale wird als Zuschuss zum Gehalt ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt also über die Lohnabrechnung des Arbeitgebers. Die Zahlung wird jedoch besteuert. Wer einen hohen Steuersatz hat, bekommt am Ende also entsprechend weniger raus - wer unter dem Grundfreibetrag bleibt, profitiert von der vollen Summe.

Energiepreispauschale: Wann kommt das Geld?

Darüber ist noch nichts bekannt, im Beschlusspapier steht jedoch, dass es „schnell“ gehen soll. Es ist davon auszugehen, dass Bürgerinnen und Bürger aber noch ein wenig Geduld haben müssen.
Am Tag nach der Präsentation des Entlastungspakets gab es immer noch viele offene Fragen, insbesondere zum Zeitpunkt des Inkrafttretens. „Das soll so zügig wie möglich bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen“, sagte eine Regierungssprecherin lediglich. Näheres lasse sich noch nicht sagen. SPD, Grüne und FDP streben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur an, dass die Entlastungen spätestens vor der Sommerpause beschlossen sind, bevor zum Beispiel Nachzahlungen bei den Heizkosten anstehen.
Das Bundeskabinett will am heutigen Mittwoch, 27.4.2022, wegen der stark gestiegenen Energiepreise ein milliardenschweres Entlastungspaket für die Bürgerinnen und Bürger beschließen.

Energiepauschale 2022: Gibt es auch Entlastungen für Rentner?

Eine Reihe von Personengruppen sind aus dem Entlastungspaket ausgeklammert worden. Dazu gehören wohl auch Rentner, die nicht in den Steuerklassen 1-5 sind. Das sind die meisten. Doch scheint es darüber innerhalb der Koalition noch Uneinigkeit zu geben.

Entlastungspaket: Was ist mit den Benzinpreisen?

Auch die hohen Spritkosten sind Teil des Entlastungspakets. Hier geht es zu einem Artikel über die Senkung der Steuer für Benzin und Diesel.

Entlastungspaket 2022: Klimageld soll dieses Jahr kommen

SPD, Grüne und FDP wollen außerdem Tempo machen bei der Einführung des im Koalitionsvertrag geplanten Klimagelds. „Möglichst“ noch in diesem Jahr soll ein Auszahlungsweg über die Steuer-ID entwickelt werden. Mit dem Geld sollen staatliche Einnahmen aus dem CO2-Preis im Verkehrs- sowie Wärmebereich an die Bürger zurückgegeben werden. Der Preis steigt in den kommenden Jahren stetig an, damit steigen die Benzin- und Dieselpreise sowie Kosten fürs Heizen mit fossilen Energieträgern. Der genaue Auszahlungsweg ist aber komplex.

Was kostet das alles den Staat?

Das Paket wird den Staat mehrere Milliarden Euro kosten - eine genaue Summe konnte Lindner am Donnerstag noch nicht nennen. Am Freitag wurde dann eine Zahl genannt. Und auch, woher das Geld für das Entlastungspaket kommen soll. Alle Infos zu den Kosten gibt es in diesem Artikel: