Friedrichshafen Endloser Streit um Zeppelin-Stiftung?

Die mannshohe Statue zeigt Ferdinand Graf von Zeppelin. Foto: Felix Kästle/Archiv
Die mannshohe Statue zeigt Ferdinand Graf von Zeppelin. Foto: Felix Kästle/Archiv © Foto: Felix Kästle
Friedrichshafen / DPA 03.04.2018

Im Streit um die Zeppelin-Stiftung in Friedrichshafen am Bodensee steht mehr als ein Jahr nach der Einreichung einer Klage noch kein Gerichtstermin fest. Im Moment sei ein Verhandlungstermin noch nicht absehbar, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Sigmaringen. Die Klage mit dem Aktenzeichen 6 K 300/17 war im Januar 2017 eingegangen. Eingereicht wurde sie von einem Nachfahren des Luftschiffpioniers Ferdinand Graf von Zeppelin. Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin will erreichen, dass die Stiftung nicht in der Hand der Kommune bleibt.

Der berühmte Luftschiffbauer Zeppelin hatte die Stiftung 1908 gegründet, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie der Stadt übertragen. Das sei unrechtmäßig geschehen, sagt Graf von Brandenstein-Zeppelin. Er will die ursprünglich selbstständige Stiftung wiederbeleben - mit dem damaligen Zweck, die Luftfahrt zu fördern. Dazu hatte er einen entsprechenden Antrag beim Regierungspräsidium Tübingen eingereicht - dieses entschied jedoch zu Gunsten der Stadt Friedrichshafen.

Nun liegt die Klage beim Verwaltungsgericht. Die Beteiligten hätten in der Vergangenheit unter anderem um Akteneinsicht gestritten, sagte der Gerichtssprecher weiter. „Das hat auch zu gewissen Verzögerungen geführt.“ Inzwischen hat die Stadt Friedrichshafen nach eigenen Angaben dem Antrag von Albrecht von Brandenstein-Zeppelin auf Akteneinsicht jedoch stattgegeben. „Es geht weiter, aber mühsam“, sagte der Gerichtssprecher.

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