Weiterstadt Elf Menschen im Südwesten tragen elektronische Fußfessel

Eine Fußfessel liegt in den Räumen der Gemeinsamen Überwachungsstelle der Länder. Foto: Uwe Anspach
Eine Fußfessel liegt in den Räumen der Gemeinsamen Überwachungsstelle der Länder. Foto: Uwe Anspach © Foto: Uwe Anspach
Weiterstadt / DPA 26.07.2018

Eine elektronische Fußfessel zur Überwachung müssen in Baden-Württemberg derzeit elf Menschen tragen. Das geht aus Zahlen des hessischen Justizministeriums hervor. Gerichte im Südwesten ordneten die Maßnahme für zehn Betroffene in Baden-Württemberg und einen in Sachsen-Anhalt an. Ein Fall im Südwesten stammt von einem bayerischen Gericht.

Die bundesweite Fußfessel-Überwachungsstelle sitzt im Hochsicherheitsgefängnis im hessischen Weiterstadt. 17 Mitarbeiter überwachen dort derzeit 98 Menschen in Deutschland. Pro Schicht gibt es im Durchschnitt 20 Mal Alarm. In 80 Prozent der Fälle ist der Akku der Fußfessel bald leer.

Voraussetzung für eine Fußfessel ist eine richterliche Anordnung. Die meisten Träger sind frühere Gewaltverbrecher und Sexualstraftäter, die nach dem Ende ihrer vollständig verbüßten Haft immer noch als gefährlich eingeschätzt werden.

Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Dichte der Fußfesselträger in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten. Zwölf Menschen mit Fußfessel leben dort. Die Signale über den Aufenthalt Fußfesselträgers kommen in der Regel über die Satellitenortung GPS - mehrmals pro Minute.

IT-Stelle der hessischen Justiz

JVA Weiterstadt

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