Elektronische Variante wird kaum konsumiert

SWP 25.06.2013

Erstmals ist auch die E-Zigarette in der Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) berücksichtigt. Die elektronische Zigarette ist zwar fast vier von fünf Jugendlichen und fast allen jungen Erwachsenen bekannt, wird aber kaum konsumiert. Fragt man die jungen Leute, ob sie in den vergangenen 30 Tagen eine nikotinhaltige E-Zigarette geraucht haben, beantwortet das nur knapp ein Prozent der Jugendlichen mit "Ja". Bei den jungen Erwachsenen sind das 1,5 Prozent.

Elektronische Zigaretten gibt es mit und ohne Nikotin. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) enthalten E-Zigaretten unter anderem eine atemwegsreizende Substanz und zum Teil krebserzeugende Stoffe - wenn auch weniger als herkömmliche Zigaretten. "Nach der aktuellen Datenlage können elektrische Zigaretten zwar Entzugssymptome lindern, ob sie aber zu einem dauerhaften Rauchstopp verhelfen, ist derzeit noch nicht erwiesen", schreibt das DKFZ. Sie enthalten einen Akku, einen Verdampfer, eine Heizspirale und Behälter mit Flüssigkeit, die so genannten Liquids.

Juristisch wirft die E-Zigarette immer wieder Fragen auf. Ein Landgericht Frankfurt verurteilte gestern einen E-Zigaretten-Großhändler aus Nordrhein-Westfalen zu einer Geldstrafe. Der 46-Jährige war ursprünglich wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz angeklagt worden. Nach Ansicht der Richter sind Liquids aber Tabakerzeugnisse. Weil sie unzulässige Zusatzstoffe enthielten, sei der Handel nicht erlaubt. Der Mann hatte in 134 Fällen nikotinhaltige Flüssigkeiten aus China importiert. dpa

Rauchen völlig out
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