Immer häufiger tauchen in Brandenburg Elche auf. Am Wochenende wurden wieder zwei imposante Exemplare, die eine Schulterhöhe von bis zu 2,40 Meter erreichen, gesichtet.

Zunächst glaubte Daniel Schröder aus Altreetz in Märkisch-Oderland an einen Scherz, als ihm seine Frau am Freitagabend erzählte, im heimischen Garten hielten sich Elche auf. Doch dann sah er sie selbst, gemütlich grasend. "Ich habe dann erstmal im benachbarten Oderbruchzoo angerufen, ob die vielleicht Tiere vermissen", berichtete Schröder der Märkischen Oderzeitung. Dem war zwar nicht so, doch Vize-Zoochefin Sabine Klein ließ es sich nicht nehmen, Schröders einen Besuch abzustatten, um sich das Spektakel anzuschauen. In einem nahegelegenen Getreidefeld hätten die Tiere dann genächtigt, erzählt Schröder. Am Samstagmorgen seien sie wieder weg gewesen.

Vermutet wird, dass die Elche aus Polen kommend den Weg nach Brandenburg gefunden haben. Der Altreetzer Zoochef Peter Wilberg rät zu Zurückhaltung bei eventuellen Begegnungen: "Trächtige Elchkühe können sehr ungemütlich werden. Da heißt es: Abstand halten."

Zuletzt hatte im April im Kreis Dahme-Spreewald eine Elchkuh für Schlagzeilen gesorgt. Sie wanderte durch die Wälder bei Lieberose und konnte mehrfach von Naturfreunden fotografiert werden.

Damit sich die Riesen-Hirsche in Brandenburg heimisch fühlen, hat das Landesumweltamt einen Elch-Managementplan vorgelegt. Ein Risiko sind die Tiere für Autofahrer. Wegen ihres hohen Gewichts und eines fehlenden Fluchtinstinkts drohen bei Zusammenstößen schwere Schäden.

Info www.moz.de/elch