Sinsheim Einigung im Prozess um angeblichen Sex in der „Badewelt“

Ein Wasserbecken, aufgenommen in der Badewelt Sinsheim. Foto: Uwe Anspach/Archiv
Ein Wasserbecken, aufgenommen in der Badewelt Sinsheim. Foto: Uwe Anspach/Archiv © Foto: Uwe Anspach
Sinsheim / DPA 09.04.2018

Das Amtsgericht Sinsheim in Baden-Württemberg hat sich am Montag mit einer pikanten Frage beschäftigt: ob ein Paar in der Umkleidekabine eines Bades Sex hatte oder nicht. Die Frage konnte der Richter zwar nicht klären, den Streit aber beilegen. Die „Badewelt“ und das beklagte Paar hätten eine Einigung erzielt, sagte am Nachmittag ein Sprecher der Wund-Unternehmensgruppe, zu dem das Bad gehört (Az.: 1C60/18).

Die Parteien hätten sich auf ein fünfjähriges Hausverbot für das Paar und Stillschweigen über das Geschehen in der Kabine geeinigt, so der Sprecher. Demnach hatte das Bad zunächst nur ein einjähriges Hausverbot verhängt - der Richter habe die „Badewelt“ dann ermuntert, das auszuweiten. Mehrere Medien, darunter die „Rhein-Neckar-Zeitung“, hatten zuvor über den Fall berichtet.

Das Bad hatte das Paar angeklagt, im Dezember in einer Kabine Sex gehabt zu haben. Die beiden hatten das stets bestritten. Die Anwaltskosten trägt jede Partei selbst, die Gerichtskosten werden geteilt. Laut Gericht dürften noch weitere Verfahren um angebliche Liebesspiele in Umkleidekabinen der „Badewelt“ folgen. Neben dem Geschlechtsakt an sich geht es demnach in einigen Fällen auch um Vorwürfe, nach denen Dritte belästigt worden sein sollen.

Die zwischen Heilbronn und Heidelberg gelegene „Badewelt“ begrüßt Besucher ihrer Internetseite mit „Willkommen im Paradies“ und wirbt unter anderem mit mehr als 400 echten Südseepalmen und türkisblauen Lagunen. Das Logo der Thermen- und Badewelt erinnert an das Gemälde „Die Geburt der Venus“ von Sandro Botticelli.