Verkehr Drei Tote bei Unfall auf Autobahn in NRW – Hinweise auf Falschfahrer

dpa 29.11.2016

Bei einem Frontalzu­sammenstoß auf der Autobahn bei Paderborn sind drei Menschen ums Leben bekommen – einer von ihnen war vermutlich ein Geisterfahrer. In dem einen Auto saß ein 44-Jähriger aus Pforzheim. In dem anderen war ein 31-Jähriger mit einer 34-Jährigen, beide aus Paderborn, unterwegs.

Ein Zeuge habe ausgesagt, dass er nur mit Glück nicht selbst mit dem Falschfahrer kollidiert sei, sagte eine Polizeisprecherin. Festlegen wollte sich die Polizei auf die Unfallursache aber noch nicht. Wenn sich der Verdacht bestätigt, wäre es der vierte tödliche Falschfahrerunfall auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen seit September.

Ein Sachverständiger müsse nun feststellen, welches der beiden Autos in der Nacht zum Montag möglicherweise in falscher Richtung auf der Autobahn unterwegs war, sagte die Sprecherin. „Wir schließen noch nichts aus – auch Suizid nicht.“

Alle drei Autoinsassen starben noch an der Unfallstelle. Zwei weitere Autos konnten nicht mehr ausweichen und fuhren in die verunglückten Wagen. Schwer verletzt kamen eine 23-Jährige aus Gotha und eine 20-Jährige aus Herford in ein Krankenhaus.

Die Unfallstelle zwischen den Anschlussstellen Borchen und Paderborn-Mönkeloh blieb bis zum Morgen in beide Richtungen gesperrt, damit Einsatzkräfte die Fahrzeuge bergen konnten. Stundenlang sicherte die Polizei Spuren, um das Geschehen rekonstruieren zu können. dpa