Offenbach Deutschland im „feuchtwarmen Tiefdrucksumpf“

Offenbach / DPA 22.07.2016

Schwüle und Gewitter haben das schöne Sommerwetter zunächst weitgehend verdrängt. Stattdessen befinden sich weite Teile Deutschlands in den kommenden Tagen in einem „feuchtwarmen Tiefdrucksumpf“, wie Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) es gestern formulierte. Entsprechend muss vor allem in der Südwesthälfte des Landes mit schauerartigen, teils gewittrigen Niederschlägen gerechnet werden, die lokal auch das Zeug zum Unwetter besitzen.

Über Mitteleuropa manifestiert sich derzeit eine schwach ausgeprägte Tiefdruckzone, teilte Kirchhübel mit. Deutschland liege jedoch weiter östlich dieses Tiefausläufers. Die sehr warme bis heiße subtropische Luft hierzulande fühle sich wegen der angereicherten Feuchte zunehmend sehr schwül und drückend an.

Der DWD erwartet zahlreiche ortsfeste Gewitterzellen, in denen es vor allem zu Starkregen kommen kann. Im Nordosten und Osten soll sich dagegen weiter stabile und trockene Luft durchsetzen. Dort könne der Sommer „weiter mit viel Sonnenschein und sehr warmen bis heißen Temperaturen punkten“.

Heute ist es zunächst wechselnd bis stark bewölkt und vor allem im Westen und Nordwesten fällt gebietsweise noch Regen. Im Tagesverlauf bilden sich dann in der Westhälfte wieder vermehrt teils kräftige Schauer und Gewitter.

Die Temperatur steigt auf 25 bis 31 Grad, an der See und im Bergland auf 21 bis 25 Grad. Auch für das Wochenende rechnet der DWD mit dem wechselhaften Wetter mit teils kräftigen Schauern und ähnlichen Temperaturen.

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