Folgendes Szenario: Eine Schaffnerin weigert sich, einer schwangeren Frau mit Kinderwagen beim Einsteigen in den Regionalexpress von München nach Nürnberg zu helfen. Der jungen Mutter, die unterwegs nach Petershausen ist, bleibt nichts anderes übrig, als weiterzulaufen, bis ihr schließlich ein Fußgänger hilft.

Junge Mutter beschwert sich auf Twitter

So passiert am 11. Januar. Die Betroffene, Carina Zimniok, kritisierte die fehlende Hilfsbereitschaft der Bahn anschließend auf Twitter: "Wie soll das gehen, @DB_Bahn, ein Zug ohne kinderwagengeeignete Einstiege und mit einer (pampigen) Schaffnerin, die lieber Achseln zuckt als einer Schwangeren mit Kleinkind behilflich zu sein?"

Daraufhin äußerte sich das Social-Media Team der Deutschen Bahn mit einer zweifelhaften Erklärung ebenfalls per Tweet: "Hallo, die Kollegen sind nicht versichert, wenn sie Ihnen den Kinderwagen in den Zug tragen. Deshalb konnte sie auch nicht helfen. Denn passiert dabei etwas, muss sie es auf ihre eigene Kappe nehmen“.

Deutsche Bahn sorgt mit falschem Statement für Aufregung

Der Post wurde in kurzer Zeit mehr als 150 Mal retweetet, einige Nutzer teilten die Meinung der jungen Frau. Es beschwerten sich sogar prominente Twitter-User: Ex-Ministerin Renate Künast kommentierte etwa: "Bitte ändern Sie das mal!!!!" Andere berichten dagegen von ihren positiven Erfahrungen mit der Deutschen Bahn in ähnlichen Fällen.

Am Montag verbesserte der Konzern dann: "Wenn DB-Mitarbeiter unseren Reisenden helfen, dann sind sie auch versichert. Unsere Antwort auf Ihren Tweet war bedauerlicherweise falsch. Dafür möchten wir uns schon einmal auf diesem Wege ausdrücklich bei Ihnen entschuldigen." Ob sich die Deutsche Bahn nun noch anderweitig bei der jungen Mutter gemeldet und entschuldigt hat, ist nicht bekannt.