Diese Tiere sind in keinem Garten gerne gesehen: Eichenprozessionsspinner, Buchsbaumzünsler, Zecken und Maikäfer sind nicht des Gärtners Freund.

Eichenprozessionsspinner

Der Frühsommer ist die Zeit des Eichenprozessionsspinners: Ende April bis Anfang Mai schlüpfen die Raupen, die sich nach der Verpuppung im Juli zu Schmetterlingen entwickeln. Das Problem: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können für den Menschen gefährlich werden, allergische Reaktionen auslösen. Zu den Symptomen gehören Hautausschläge und Augenreizungen. Das Einatmen der feinen Härchen kann auch zu vorübergehenden Asthmaanfällen führen. Befallene Bäume werden abgesperrt, auf Forstwegen wird mit Schildern auf den Schädling hingewiesen. Die Gespinste werden dann von ausgebildeten Personen in Schutzkleidung entfernt und anschließend meist verbrannt.

Buchsbaumzünsler

Eigentlich sieht sie ja ganz niedlich aus: ein bis fünf Zentimeter langer, grüner Körper mit schwarzen Punkten und schwarzem Köpfchen. Trotz ihrer geringen Größe frisst sich die Raupe durch die Gärten Deutschlands und hinterlässt ein wahres Schlachtfeld. Inzwischen ist der Buchsbaumzünsler der Schrecken der Kleingärtner. Der Schädling ist kein gebürtiger Deutscher; seine Heimat liegt weit entfernt in Ost­asien. Seit knapp zehn Jahren ist der Schädling hierzulande auf dem Vormarsch. Was gegen den Zünsler hilft: Mit einem biologischen Pflanzenmittel, dessen Wirkstoff bacillus thuringiensis ist, rücken viele Gartenbesitzer den gefräßigen Raupen zu Leibe. Der Schädlingsbekämpfer muss viermal im Jahr eingesetzt werden, da jede Generation schlüpfender Raupen mehrmals bekämpft werden muss. Das Mittel verteilt sich in der Pflanze, sodass der Buchsbaumzünsler das Gift mit der Nahrung aufnimmt und daran stirbt. Wenn das nicht hilft: Buchs rausreißen, verbrennen und stattdessen auf die japanische Stechpalme zurückgreifen.

Kreis Göppingen

Zecken

Sie lauern im Wald, in Büschen und im Gras: Zecken gehören zu den gefürchteten Schädlingen im heimischen Garten. Besonders deshalb, weil die blutsaugenden Parasiten gefährliche Krankheiten auch auf den Menschen übertragen können. Vor allem die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist gefürchtet. In der Regel wird FSME durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Bei 100 Menschen, die von einer infizierten Zecke gebissen werden, bricht die Krankheit Experten zufolge bei 30 aus. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich. Dabei traten die meisten Erkrankungsfälle (85 Prozent) im Jahr 2017 in Süddeutschland auf. Häufig wird auch Borreliose übertragen. Schutz bieten Impfungen und die richtig Kleidung – also lange Hosenbeine und Ärmel, sowie eine Kopfbedeckung. Und den Körper nach Ausflügen in die Natur nach Zecken absuchen. Am besten entfernen lassen sich die Tiere mit einer Zeckenkarte.

Maikäfer

Treten sie in Massen auf, gelten Maikäfer als Plage. Vor allem trockene Böden und zersiedelte Wälder – mit einem trockenen Waldinnenklima – bieten gute Voraussetzungen für den Waldmaikäfer. Und hat er Hunger, ist nichts mehr vor ihm sicher. Zwischen den 1950er Jahren und 1972 wurden Maikäfer mit dem inzwischen verbotenen Insektizid DDT massiv bekämpft. In den vergangenen Jahren erholte sich die Population – und wird an manchen Orten inzwischen wieder zum Problem.