Glosse Schäferhund: Der Diesel unter den Hunden?

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Berlin / Guido Bohsem 05.09.2018
Der Deutsche Schäferhund steckt in der Krise, er ist zu groß für moderne Städter. Da wird ein Software-Update nicht reichen.

Der deutsche Schäferhund ist in der Krise. Wir ahnten es bereits. Nach dem Diesel-Skandal konnte es nicht anders kommen. Der Vorzeige-Köter der Nation teilt sein Schicksal mit den Autos, weil er die gleichen schlechten Angewohnheiten hat. Er ist zu groß für seine Umgebung, er schmutzt und neigt zu großer Lautstärke. Der Städter lässt deshalb nicht nur das Auto links stehen, sondern verzichtet auch immer öfter auf den Schäferhund.

Nun soll das stolze Bellen eines Rex oder Pluto hier ausdrücklich gegen das protzige Brummen eines SUVs verteidigt werden. Und doch mindert sein gewaltiges „Wauwau“ das Ansehen des Schäferhundes. Auch seine Größe und der Umfang seines Geschäfts wertet der moderne Hundebesitzer eher als Nachteil. Die Zahl der Welpen hat sich seit 2002 halbiert, alarmiert uns der Verband für das Hundewesen.

Schäferhund an der Spitze - aber wie lange noch?

Noch hält der Schäferhund die Spitze unter den Welpen, gefolgt vom Dackel und dem Deutsch-Drahthaar, die den Vorstellungen eines modernen Hundewesens offenkundig besser entsprechen. Doch angesichts der Entwicklung muss man fragen: Wie lange noch?

Und: Was kann der Schäferhund tun? Ein Software-Update kommt naturgemäß nicht in Frage, der Umstieg auf Elektromotor auch nicht. Bleibt ihm nur eins: auf die alten Werte verzichten und stattdessen das Herrchen möglichst niedlich anschauen. 

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