München / lby  Uhr

Die Mieten in München gehören zu den höchsten in ganz Deutschland. Aber sind sie vielleicht trotz allem noch gar nicht hoch genug? Um diese Frage geht es auch an diesem Mittwoch (10.30 Uhr) am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Die Haus- und Wohnungsbesitzervereinigung Haus und Grund zieht vor Gericht, weil sie an der Richtigkeit des Münchner Mietspiegels Zweifel hat. Sie will die Stadt zwingen, die Datenbasis für den Spiegel offenzulegen. Haus und Grund geht davon aus, dass die per Mietspiegel berechnete Durchschnittsmiete nicht die Realität widerspiegelt und eigentlich höher ausfallen müsste. Die Stadt verweigert die Herausgabe mit dem Hinweis auf den Datenschutz und hat in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht München auch Recht bekommen. Jetzt geht es in die Berufung. Mietspiegel werden von den meisten großen Städten in Deutschland erhoben, um die ortsübliche Vergleichsmiete zu ermitteln, an der sich Mieterhöhungen orientieren müssen. Laut Mietspiegelreport der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) werden in Berlin und Hamburg Mieter und Vermieter nach der Höhe der Mieten gefragt, in München und Frankfurt am Main dagegen nur die Mieter. Die Bundesregierung will nach Angaben des Justizministeriums bis zum Jahresende konkretere Vorgaben für Mietspiegel in deutschen Städten vorlegen.