Bucks heile Welt Das Gerangel ums Muttertagsgeschenk

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Autorenfoto © Foto: Christian Käsmayr
Ulm / Gerlinde Buck 12.05.2018

Zwei Tage nach Vatertag ist in vielen Haushalten Ernüchterung eingekehrt. Hat doch bei Weitem nicht jeder Mann bekommen, was er verdient. Einen  Staubsaugerroboter zum Beispiel, der gierig  und  behände jeden Chipskrümel wegschluckt, noch ehe Mann die Packung aufgerissen hat. Was stattdessen  so manchem Standard-Vatertags-Geschenkkarton entsprang, erwies sich zügig  als orientierungslos gegen das Schienbein donnernde Dampfwalze, als schwachmatischer Rumpelrüpel an der Türschwelle zum navigatorischen Vollpfosten. Der noch dazu so viel Staub aufwirbelt, dass  mancher Mann in der Not  schon mal zum Äußersten greifen muss: Kutterschaufel und Kehrwisch.

Mütter morgen mit Billig-Thermomixen zuzuballern, klingt spontan nur gerecht. Aber ist es das wirklich? Wäre es nicht an der Zeit, sich gemeinsam kleine, schnelle, analoge Erfolge bei der Haus- und Paar-Arbeit zu verschaffen?

Als Paar-Disziplin  ganz besonders geeignet ist Gewürze-Ausmisten. Der Fund eines 2002 abgelaufenen Döschens Chiliflocken etwa kann einen Mann so scharf machen, dass er stracks schnurrt wie ein Hochleistungsthermosaugroboter. Thymian 2011! Liebstöckel 2014! Estragon 1999! Da war ich ja noch mit Ramona zusammen! Aber die Großpackung Basilikum hier hält noch bis 2022. Unser beider gefriergetrocknetes Basilikum. Auf die Zukunft!

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