Nach den Tests auf das Coronavirus bei fast hundert Mitarbeitern des Erlebnisbads Tropical Islands erwartet das zuständige Landratsamt in Lübben am Montag die ersten Ergebnisse. In dem Freizeitresort in Krausnick-Groß Wasserburg (Landkreis Dahme-Spreewald) hatte sich ein Infizierter aus Nordrhein-Westfalen aufgehalten.

Unterdessen gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Infektions-Fall in Berlin. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Sonntagabend mit. Die Person werde stationär isoliert und behandelt. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci werde am Montag um 12 Uhr die Presse über den Fall und das weitere Vorgehen informieren, hieß es. Mehr Details gab die Senatsverwaltung auf Anfrage am späten Sonntagabend nicht bekannt.

Coronavirus-Infizierter: Kein engerer Kontakt zu Gästen im Tropical Islands

Der Mann aus NRW, der im Erlebnisbad Tropical Islands war, hatte nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums keinen engeren Kontakt zu anderen Gästen. Näheren Kontakt gab es demnach zu Mitarbeitern, etwa bei der Essensausgabe. Die Mitarbeiter gelten nach Definition des Robert Koch-Instituts als Kontaktpersonen zweiten Grades - das heißt, sie müssen nicht isoliert werden und ein Test auf das Virus Sars-CoV-2 ist freiwillig.

Nach Angaben des Landratsamts war der leicht erkrankte Familienvater, der sich mit seiner Familie vom 20. bis zum 23. Februar als Bade- und Urlaubsgast im Tropical Islands aufhielt, nach seiner Rückkehr nach NRW positiv auf das Virus getestet worden.

Der Betrieb in dem Baderessort läuft derzeit normal weiter. Alle Mitarbeiter seien durch ein internes Schreiben gebrieft und könnten auf Nachfragen von Gästen eingehen, hieß es.

Coronavirus in Brandenburg: Ministerium informiert Kitas, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen

Das Brandenburger Bildungsministerium hat Kitas, Schulen und andere Gemeinschaftseinrichtungen aufgefordert, bei Verdacht auf Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus oder Krankheitsfällen sofort das zuständige Gesundheitsamt zu informieren. In einem Schreiben des Ministeriums vom Montag an die Einrichtungen zum Umgang mit dem Virus heißt es etwa: „Die Gesundheitsämter bewerten die Gefährdung und beraten über eventuell erforderliche weitere Maßnahmen, um die Ausbreitung der Infektionskrankheit zu verhindern. Im schlimmsten Fall können sie die Schließung einer Einrichtung anordnen.“ Die Gesundheitsämter hätten alle aktuellen Informationen und würden vom Gesundheitsministerium regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte am vergangenen Donnerstag einen Einsatzstab zum Coronavirus eingesetzt. Der Einsatzstab mit Experten aus verschiedenen Referaten des Gesundheitsministeriums soll den Pandemieplan Brandenburgs an das neuartige Virus anpassen. Dieser Plan regelt, wie Kommunen und Kliniken im Falle eines Ausbruchs der Krankheit vorzugehen haben.