Baden-Württemberg zählt weiterhin zu den deutschen Bundesländern, die am stärksten vom Coronavirus betroffen sind. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, die am Freitag um 8.00 Uhr veröffentlicht wurden. Demnach liegt der Südwesten – gerechnet auf Fälle pro 100.000 Einwohner – bundesweit auf Rang zwei hinter Bayern. Im Freistaat gibt es 232 bestätigte Infektionen auf 100.000 Einwohner, in Baden-Württemberg sind es 203. Auf Platz drei folgt Hamburg mit 180 Fällen.

Die aktuellen Zahlen des RKI zu Corona-Fällen in Deutschland findet ihr in diesem Artikel. Eine Echtzeitkarte findet ihr in diesem Artikel von uns:

Corona-Zahlen in Deutschland aktuell: München besonders stark betroffen

Die meisten Corona-Fälle gibt es nach wie vor in Bayern – und zwar 30.363, 1.536 mehr als am Vortag. München ist mit 3645 registrierten Sars-CoV-2-Infizierten bundesweit die am stärksten betroffene Region. Auf Rang zwei steht Nordrhein-Westfalen mit 23.028 gemeldeten Corona-Erkrankten (ein Plus von 1067). Baden-Württemberg steht bei 22.433 Infektionen (ein Plus von 830) und belegt somit den dritten Rang. Die am stärksten betroffene Region in Baden-Württemberg ist derzeit der Landkreis Esslingen (1223 Fälle). Mit 570 Todesfällen liegt Baden-Württemberg hinter Bayern (703) im bundesweiten Vergleich auf Rang zwei.

RKI möchte mit Fitness-Armbändern neue Corona-Erkenntnisse gewinnen

Um mehr Erkenntnisse über die Ausbreitung des Coronavirus zu gewinnen, will das Robert-Koch-Institut Fitness-Armbänder und Computeruhren auswerten. Dafür veröffentlichte das RKI die App „Corona-Datenspende“, die auf Daten aus den Geräten zugreifen kann. Das RKI will sich zunutze machen, dass Smartwatches und Fitness-Armbänder unter anderem den Ruhepuls sowie Informationen zum Schlaf und dem Aktivitätsniveau ihrer Nutzer aufzeichnen können.

In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist auch eine andere App im Gespräch, die Coronavirus-Verbreitungswege nachzeichnen soll. Dabei geht es darum, zu registrieren, wer in der Nähe von Infizierten war und sich angesteckt haben könnte. Dafür sollen nach bisherigen Plänen Bluetooth-Funksignale oder GPS-Ortungsdaten genutzt werden. Die am Dienstag vorgestellte App diene nicht der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, betonte das RKI. Sie solle aber helfen, Infektionsschwerpunkte besser zu verstehen.