Ein Blick auf die Internetseite der Johns-Hopkins-Universität, die die Corona-Daten für alle Länder erfasst, offenbart dramatische Zahlen: Weltweit sind – Stand 24.04.2020, 15.50 Uhr191.962 Menschen an der Covid-19-Lungenerkrankung gestorben. Auch bei der Zahl der Infizierten flacht die Kurve nicht ab, sondern zeigt weiter steil nach oben, und sie hat längst die Marke von 2,7 Millionen Infektionen überschritten: 2.732.445 Personen haben sich bis zum 24. April mit dem Coronavirus angesteckt. Wie hoch die Zahl der Infizierten tatsächlich ist, weiß angesichts der mutmaßlich hohen Dunkelziffer zurzeit keiner.

Die meisten der über 191.900 Corona-Toten in sieben Ländern

Die meisten der Todesfälle entfielen danach auf sieben Länder, in dieser Reihenfolge:
In Deutschland starben bisher 5575 Menschen an Corona, 153.393 sind infiziert.
In den USA gibt es mit mehr als 869.172 Infektionen inzwischen mehr bekannte Fälle als in jedem anderen Land der Welt. Mehr als 49.900 Menschen sind dort infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Bislang ist in Amerika der Bundesstaat New York und die gleichnamige Ostküstenmetropole am schlimmsten von der Epidemie betroffen. Alleine in New York City gab es 145.855 Infektionen und 16.388 Todesfälle.

Hohe Dunkelziffer bei den Zahlen zu Corona

Wissenschaftlern zufolge dürfte die Dunkelziffer bei Fall- und Totenzahlen sehr hoch sein. Das sind die Gründe:
  • Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen richtet sich danach, wie viele Menschen getestet werden.
  • Manche Länder haben spät mit dem Testen angefangen oder setzen bewusst auf eine selektive Teststrategie.
  • Viele Menschen mit Vorerkrankungen oder im hohen Alter dürften durch die Virusinfektion gestorben sein, ohne dass Ärzte das zu dem Zeitpunkt erkannt hatten oder prüfen konnten.

So arbeitet die Johns-Hopkins-Universität

Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC. Im Januar stellte das "Johns Hopkins University's Center for Systems Science and Engineering" eine interaktive Karte vor, die es erlaubt, die Ausbreitung des Virus im globalen Maßstab zu verfolgen. "Wir haben diese Übersicht entwickelt, weil wir denken, dass es für die Öffentlichkeit wichtig ist, zu verstehen, wie sich der Ausbruch verbreitet", sagt die Direktorin des Zentrums, Lauren Gardner.
Die Daten speisen die Wissenschaftler in enger Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation sowie Gesundheitsbehörden in den USA, Europa und China ein. "Für die Forschergemeinde werden die Daten im Laufe der Zeit immer wertvoller", sagt Gardner, deren Kollegen im "Johns Hopkins Center for Health Security" an vorderster Front im Kampf gegen das Virus stehen.
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