„Wir dürfen die Forschung zur medikamentösen Behandlung von Covid-19 auf keinen Fall vernachlässigen“: Im Kampf gegen Corona setzt der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, neben der Impfung vor allem auf neue Medikamente. Diese könnten „in der Frühphase der Erkrankung bestimmten Menschen helfen, denen man unbedingt einen schweren Verlauf ersparen muss“, hält Werner bei „19 – die DUB Chefvisite“ Kritikern der Antikörpertherapie entgegen. Anders als in anderen Unikliniken werde diese Möglichkeit in seinem Haus seit vergangener Woche versuchsweise eingesetzt. Eine Zulassung in der EU gibt es noch nicht, die Chancen dafür sind laut dem Mediziner aber gut. Werner begrüßt daher die Bestellung entsprechender Präparate durch die Bundesregierung: „Die absolut richtige Entscheidung.“
„Der Zeitgeist hat sich verändert“: Einen Bewusstseinswandel bei jüngeren Managern hin zu mehr Nachhaltigkeit spürt der Unternehmensberater Fabian Kienbaum. Dies stehe „ganz oben auf der Agenda“ vieler Unternehmen, sagt er in der Sendung. Das Streben, ökologisch bewusster zu agieren, führe vielfach zum Wunsch nach beruflicher Veränderung – zumal die Pandemie oft „mehr Zeit zur Selbstreflektion“ lasse. Darauf müssten sich Arbeitgeber einstellen. Kienbaum, der selbst Manager in neue Positionen vermittelt, hat noch keinen Bewerber rein virtuell untergebracht. „Auf der Zielgeraden wird es persönlich“, berichtet der Unternehmensberater. Dann gebe es häufig „Gespräche in Form von Chefinnen- und Chefspaziergängen“.