„Wer vorher digital war, kommt besser durch die Krise“: Der Chef des Softwarehauses Datev, Robert Mayr, berichtet in der Sendung von Erfahrungen seiner Kunden – vor allem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – im Lockdown. Einige Kanzleien seien durch die Einschränkung „niemals in ihrer Arbeit beeinträchtigt“ gewesen. Das hätten inzwischen auch viele Mittelständler erkannt. „Das Berufsbild des Steuerberaters wandelt sich hin zum Digitalisierungscoach“, so Mayr. Er hat festgestellt, dass ein Unternehmen mit rund 8000 Mitarbeitern wie die Datev „in klassischen Organisationsformen nicht mehr bestehen kann“. 90 Prozent der Belegschaft seien zeitweise im Homeoffice gewesen, „trotz physischer Distanz sind wir in der Krise aber näher zusammengerückt“. Der Datev-Chef erwartet, dass sich der Wechsel zwischen Büro- und Heimarbeit durchsetzen wird. Er freue sich auf menschlichen Kontakt nach einer Impfung: „Wir müssen wieder raus und uns wieder treffen“, sagt Mayr.
Youtube

Youtube

Die Debatte um die Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffes lässt beim Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, die „Alarmglocken läuten“. Bei „19 – die DUB Chefvisite“ lehnt Werner eine Wahlfreiheit der Bürger für Impfstoffe ab und warnt vor einer „damit verbundenen, möglichen Verlängerung des ganzen Impfplans in Deutschland“. Dem britisch-schwedischen Hersteller hält der Mediziner „unzureichende Studienplanung“ zur Wirksamkeit des Präparats vor. Diese habe zu Verwirrung geführt. Dagegen fordert Werner eine „intensive, bundesweite Aufklärungskampagne“ unter Einsatz von Impf-Fürsprechern „mit hoher Glaubwürdigkeit entlang der Altersgruppen bis Anfang 60“ – „natürlich parteiübergreifend“, betont er.