„Kein wirklich gutes Gefühl“ für die anstehenden Massentests unter Schulkindern hat der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner. Bei „19 – die Chefvisite“ warnt Werner, dass wegen „unzureichender Vorbereitungen“ der Logistik das nötige zweimalige Testen pro Woche von Schülern und Kita-Kindern zu scheitern drohe. Dabei rücke in der dritten Welle Corona „dichter an die Lehrerinnen und Lehrer, letztendlich aber an die Eltern heran“. Bislang sei Covid-19 vielfach „anonym“ als Problem in Alten- und Pflegeheimen wahrgenommen worden. Nun gelte es, die rund elf Millionen Schüler an allgemeinen und berufsbildenden Schulen sowie die über drei Millionen Kinder, die in Tageseinrichtungen betreut werden, durch Tests besser zu schützen.
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Neue Chancen für Filmschaffende sieht die Schauspielerin Lilli Hollunder in digitalen Streamingdiensten, die „wie Pilze aus dem Boden schießen“: „Es wird mehr produziert“, sagt Hollunder in der Sendung. Dennoch beutele die Pandemie die Branche, internationale Produktionen würden verschoben. Hollunder berichtet auch von ihrer „zum Glück“ mit mildem Verlauf überstandenen Corona-Infektion. Ihr Mann, der frühere Fußball-Nationaltorwart René Adler, habe sich nicht angesteckt – „obwohl wir zusammen stundenlang im Auto gesessen haben“. Medizinisch ist noch nicht erforscht, warum sich trotz großer Nähe manche Familienmitglieder von Erkrankten nicht infizieren.
Der Direktor des Museums Folkwang, Peter Gorschlüter, setzt auf Digitalisierung: Der gesamte Bestand des Essener Museums könne inzwischen über die Homepage angesehen werden, sagt Gorschlüter. Es gebe „360-Grad-Rundgänge, mit denen man virtuell durch die Räume streifen kann“ und auch Online-Führungen: „Die sind ausgebucht.“ Dieses „ergänzende Angebot“ werde es „sicher auch nach der Krise geben“. Ersetzen kann es einen persönlichen Besuch aus seiner Sicht aber nicht. Gorschlüter bedauert, dass sein Haus wohl kommende Woche auch keine Gäste mit Voranmeldung mehr empfangen darf, weil die örtliche Inzidenz zu hoch sei. Dabei würden die Räumlichkeiten mit „100 Prozent Außenluft“ versorgt.