Im Corona-Krisenmanagement hat sich Deutschland für den Grünen-Bundestagsabgeordneten Janosch Damen „vom Champion zum Schlusslicht“ entwickelt. „Wir sind ständig zu langsam, laufen hinterher, und wenn es darauf ankommt, haben wir zu wenig“, kritisiert der Arzt bei „19 – die Chefvisite“. Das liege auch an mangelhaften Konzepten aus dem Bundesgesundheitsministerium. Dort herrsche die „Denke, dass es die eine magische Kugel gibt, die die Pandemie erledigt“, so Dahmen, der im Gesundheitsausschuss des Bundestags sitzt. Für eine „verstärkt operative Bewältigung der Krise“ seien ressortübergreifende Strukturen statt eines Handelns in „Zuständigkeitssilos“ nötig.
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Besonders ärgert Dahmen, dass Verantwortung „auf der letzten Ebene abgeladen wird“ – bei den Leitungen von Gesundheitsämtern, Schulen oder Pflegeheimen. Dabei müsse Gesundheitsminister Jens Spahn die Verantwortung tragen, „wenn‘s nicht läuft“. Mit diesem schlechten Arbeitszeugnis legt Dahmen dem CDU-Politiker den Rücktritt nahe. „Extrem sauer“ zeigt sich Dahmen angesichts der „Masken-Korruption“. Dadurch drohe die Demokratie Schaden zu nehmen: „Dann verlieren wir das Vertrauen der Bürger, und das ist in der Pandemiebekämpfung tödlich.“ Schon jetzt seien die Menschen „frustriert und wütend über das schlechte Krisenmanagement“, sagt der Grünen-Abgeordnete.