Die Tübinger Notärztin Lisa Federle sagte am Donnerstagabend, sie sei nach wie vor der Meinung, dass man den Versuch zumindest nicht sofort abbrechen sollte. „Mir geht es nicht um Experimente, sondern um Menschenleben“, sagte Federle.

Corona: Experten sehen geringe Infektionsgefahr an der frischen Luft

Aerolosexperten hätten Federle darüber informiert, dass die Infektionsgefahr an der frischen Luft gen Null laufe.
Der Modellversuch hatte am 16. März begonnen. Über eine Verlängerung entscheidet die Landesregierung. Die Stadt schlug in ihrem Antrag ein klares Abbruchkriterium vor: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt drei Tage über 125 steigt, soll das Modell beendet werden und die Bundesnotbremse greifen, heißt es in einem von Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) unterzeichneten Antrag.

„Öffnen mit Sicherheit“: Tagestickets nur an Bewohner und Arbeitnehmer im LK Tübingen

Menschen in Tübingen können sich an mehreren Stationen kostenlos testen lassen - mit den Bescheinigungen der Ergebnisse, den Tagestickets, können sie dann in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen gehen. Die Stadt sah den Erfolg des Versuchs allerdings durch eine wachsende Zahl an Tagesgästen zunehmend gefährdet und steuerte nach. Auch im Fall einer Verlängerung soll die Ausgabe von Tagestickets auf Bewohner und Arbeitnehmer im Landkreis Tübingen beschränkt bleiben.