Die Corona-Krise stellt die Wirtschaft in Bayern vor große Herausforderungen. Deshalb können Betriebe, deren Existenz durch die Corona-Krise bedroht ist, seit dem 25. März Soforthilfe beantragen. Das Verfahren zur Anforderung der Soforthilfe wurde erst kürzlich umgestellt. Jetzt ist es möglich, einen Online-Antrag für das Corona-Soforthilfeprogramm zu stellen. Das erleichtert vielen Betroffenen die Antragstellung. Trotzdem bleiben in diesem Zusammenhang noch immer einige Fragen offen.

Wie lange dauert die Auszahlung der Soforthilfe?

Wie lange die Auszahlung der Soforthilfe in Bayern dauert, ist schwer zu sagen. Das hängt vom Zeitpunkt der Antragstellung und der Menge der eingegangenen Anträge ab. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bittet alle Antragsteller um Geduld.
Auf der Webseite der Behörde heißt es: „Aufgrund der sehr hohen Anzahl an eingehenden Anträgen kann es zu Verzögerungen kommen. Hierfür bitten wir Sie um Verständnis. Wir können Ihnen aber versichern: Jeder eingegangene Antrag wird so rasch wie möglich bearbeitet. Aufgrund der hohen Antragszahl können Sachstandsanfragen zu Anträgen und Geldauszahlungen nicht beantwortet werden. Wir bitten daher davon abzusehen. Nach Erhalt des Bewilligungs­bescheides wird die Soforthilfe zur Auszahlung angewiesen, die Gutschrift auf Ihrem Konto erfolgt aus kassentechnischen Gründen wenige Tage später.“

Wofür darf die Soforthilfe genutzt werden?

Viele Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer fragen sich, wofür sie die Soforthilfe nutzen dürfen. Dafür darf die Soforthilfe genutzt werden:
  • Der Fokus der Soforthilfe liegt dem bayerischen Staatsministerium zufolge bei Sach- und Finanzaufwendungen.
  • Auf betriebliche Personalkosten ist sie nicht ausgerichtet.
  • Die Soforthilfe zielt auf die Liquiditätslücke in Unternehmen ab, nicht aber auf ausfallenden Gewinn oder Ausgaben für die private Lebensführung.
  • Um den Lebensunterhalt von Freiberuflern, Solo-Selbständigen und Kleinunternehmern abzusichern, wurde der Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, insbesondere dem Arbeitslosengeld II, vorübergehend erleichtert. Mehr Informationen dazu bekommt ihr auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.
  • Die Soforthilfe ist eine finanzielle Überbrückung für kleinere Betriebe und Freiberufler, die aufgrund der Corona-Krise in eine existenzielle Notlage geraten sind.

Was tun, wenn die Soforthilfe abgelehnt wird?

Eine erneute Antragstellung ist nicht möglich. In begründeten Fällen kann allerdings eine E-Mail an die jeweils örtlich zuständige Bewilligungsstelle gesendet werden.

Wer bekommt Soforthilfe?

Die Soforthilfe erhält in Bayern nicht jeder, der sie beantragt. Nur in bestimmten Fällen ist ein Betrieb antragsberechtigt. Diese Unternehmen und Personen sind berechtigt:
  • Soloselbstständige
  • Freiberufler
  • Unternehmen (bis zu 10 Beschäftigten: einschließlich Unternehmen mit landwirtschaftlicher Urproduktion)
  • Unternehmen müssen dauerhaft am Markt tätig sein
  • Unternehmen müssen und beim deutschen Finanzamt gemeldet sein
  • Für Unternehmen, die nach dem 31. Dezember 2019 gegründet wurden, ist aktuell keine Antragstellung möglich.
Weitere Informationen bekommt ihr auf der Webseite des Bayrischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Soforthilfe-Betrug auch in Bayern?

Das bayerische Wirtschaftsministerium sowie das Landeskriminalamt warnen vor betrügerischen E-Mails zur Corona-Soforthilfe. Dem Empfänger werde vorgegaukelt, dass die Mails vom Ministerium stammen.
Unter dem Betreff „Corona Zuschuss – Bestätigung und Belehrung“ werde der Empfänger aufgefordert, eine Bescheinigung für das Finanzamt auszufüllen und an den Absender zurückzuschicken. Das Wirtschaftsministerium rät, die E-Mails zu ignorieren.
Eine gefälschte E-Mai mit der Betrüger die Corona-Soforthilfe ausnutzen.
Eine gefälschte E-Mai mit der Betrüger die Corona-Soforthilfe ausnutzen.
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