40 Mitglieder einer christlichen Gemeinde in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Andreas Welker, am Donnerstag in Heidelberg mit. Bisher seien 105 Mitglieder der „Maranata“, einer rumänischen Pfingstgemeinde in Steinsfurt, getestet worden, berichtet auch die Rheinneckar-Zeitung (RNZ). Nun sollen auch noch die restlichen 77 Mitglieder der Gemeinde getestet werden.
Mindestens 14 von ihnen wohnen dem RNZ-Bericht nach im Rhein-Neckar-Kreis. Die weiteren Personen sollen in den Landkreisen Heilbronn und Karlsruhe leben. Neun Personen sollen in Sinsheim, 18 in Kirchardt wohnen.

Corona in Sinsheim: Flächentestung wegen des Kontakts mit positiv getesteter Person

Grund für die Flächentestung war der Kontakt eines positiv Getesteten zu der rumänisch-christlichen Gemeinde in Sinsheim sowie weitere Infektionen in einer anderen Gemeinde in Baden-Württemberg. Da dort keine Gottesdienste mehr durchgeführt werden konnten, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Gemeindemitglieder Gottesdienste in Kommunen in der Umgebung besucht haben.

Corona in Sinsheim: Krisenstab tagt wieder

Am Donnerstagvormittag tagte zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder der Krisenstab der Stadt, berichtet die RNZ. Die Gemeinderäume seien am 15. Juli geschlossen gewesen. Dies geschah, nachdem in anderen rumänischen Gemeinden positive Fälle aufgetreten waren. Am 23. Juli erfuhr das Gesundheitsamt von einem positiven Fall in der Steinsfurter Gemeinde. Getestet wurde fünf Tage später, am 28. Juli. Ein früherer Termin sei nicht möglich gewesen.